Handball

Füchse-Star Christophersen bleibt bis 2015

Rückraumspezialist Sven-Sören Christophersen hat seinen Vertrag bei den Füchsen Berlin bis 2015 verlängert. Dem 26-Jährigen gefällt die Philosphie des Vereins: "Ich will mit den Füchsen noch viel erreichen."

Foto: JOERG KRAUTHOEFER

Dem Gänsehautmoment konnte sich keiner entziehen. Mit Hingabe sang Tenor Raphael Pauß gestern Abend bei der Teampräsentation der Füchse Berlin die weltbekannte Arie „Nessun Dorma“ aus der Oper Turandot von Giacomo Puccini. Begeistert verfolgten die 250 geladenen Gäste das stimmgewaltige Spektakel. Und dann kamen sie auch schon, die Handballspieler des Hauptstadtklubs, dazu wurde im Theater der Spielbank am Potsdamer Platz der Rock-Klassiker „Simply the best“ gegeben. Mit der Partie am 3. September bei Hannover-Burgdorf beginnt für den Bundesligisten die fünfte Spielzeit in der deutschen Eliteklasse. Zum ersten Mal starten die Berliner auch in der Champions League, für die sie sich durch den sensationellen dritten Platz direkt qualifiziert hatten. „Alle fiebern dem Saisonstart entgegen“, frohlockt Trainer Dagur Sigurdsson, „wir sind froh, dass es bald losgeht.“

Im Rahmen des Festaktes gab es dann noch frohe Kunde in Sachen Personalplanung. So gaben die Füchse bekannt, dass Nationalspieler Sven-Sören Christophersen seinen Vertrag bis 2015 verlängert hat. „Ich fühle mich sehr wohl hier, bin auch privat in Berlin richtig glücklich“, sagte der 26-jährige Rückraumspieler, der vor einem Jahr aus Wetzlar an die Spree gewechselt war. „Ich befinde mich jetzt an einem Zeitpunkt meiner Karriere, wo ich mich am Leistungsoptimum bewege, und ich will mit den Füchsen noch viel erreichen. Das Konzept und die Philosophie des Klubs passen zu mir. Hier fühlt sich alles richtig gut an.“ Geschäftsführer Bob Hanning sieht den langfristigen Vertrag als Vertrauensbeweis beider Seiten. „Sven-Sören Christophersen soll über die Jahre der Kopf des Vereins werden.“ Die Füchse legen Wert auf Kontinuität und Verlässlichkeit. Dazu gehört auch, dass die Gehälter stets pünktlich gezahlt werden und die ausgegebenen Parolen nicht nur leere Worthülsen sind. Manager Hanning: „Wir haben unsere Werte und Ideale und Sven-Sören passt ideal zu uns, weil er ein besonderer Mensch ist mit einen tollen Charakter.“

Christophersen selbst nimmt die Herausforderung, immer mehr zu tragenden Säule bei den Füchsen zu werden, mit Vergnügen an. „Mein Ziel ist, es, in der Mannschaft zur Führungsposition zu werden und die verschiedenen Aufgaben auch außerhalb der Mannschaft zu übernehmen“, sagt der Rechtshänder, der mit Kapitän Torsten Laen auf Reisen ein Zimmer teilt. Mit dem Dänen tauscht sich Christophersen regelmäßig aus. „Es bereitet mir große Freude, jungen Spielern zu helfen und sie beim Heranführen an die Mannschaft die Bundesliga zu unterstützen.“ In seiner Premierensaison für die Füchse wurde der 1,98-m-Mann seinem Anspruch als Führungsspieler gerecht, mit 153 Toren war er erfolgreichster Werfer der Füchse, will auch in der kommenden Saison wieder die interne Torjägerkanone gewinnen. Und natürlich freut sich Christophersen auf die Champions League. „Das ist mit das Größte für einen Sportler.“

Turnier in Chemnitz

Als Schlusspunkt der intensiven Vorbereitung steht für die Füchse am Wochenende das Handballmasters in Chemnitz an, wo sie am Sonnabend auf Tvis Holstebro und Dinamo Minsk treffen. Sonntag folgt das Platzierungsspiel. Und weil die Berliner immer auch ihrem Nachwuchs eine Chance geben, nimmt Trainer Sigurdsson für das letzte Vorbereitungsturnier die Talente Ramon Tauabo und Jonas Thümmler mit nach Sachsen.