Handball

Berliner Füchse sind so fit wie nie zuvor

Beim Handball-Bundesligisten ist die Zeit der Schinderei vorbei. Die Füchse starten gut vorbereitet in die neue Saison. An der Feinabstimmung muss trotzdem noch gefeilt werden.

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Die Nudeln mit dem Geschnetzelten waren exzellent, und dank dieses reichhaltigen Mittagessens waren bei Torsten Laen und seinen Teamkollegen die Energiespeicher nach dem intensiven Training vom Vormittag auch rasch wieder gefüllt. Doch nicht nur deshalb war der Kapitän des Handball-Bundesligaklubs Füchse Berlin gestern bester Laune. Seit vier Wochen nun bereitet sich die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson auf die neue Saison vor, in der die Füchse zum ersten Mal auch in der Champions League antreten. Und Laen sagt: „Die Vorbereitung war zwar härter als im vergangenen Jahr, aber dafür sind wir jetzt auch schon weiter und fitter als im Vorjahr.“ Obendrein verkündete Athletik-Trainer Erik Helm, dass es mit der Schinderei nun vorbei sei: „Die Spieler haben jetzt die härteste Belastung hinter sich.“

Zahlreiche Krafteinheiten haben die Hauptstadt-Handballer in den zurückliegenden Wochen absolviert, dazu die Fitness bei schweißtreibenden Intervallläufen verbessert und natürlich auch die Fertigkeiten mit dem Ball geschult. „Es ist schwierig, das richtige hohe Trainingsniveau zu finden und dabei nicht die Grenze des körperlich Machbaren zu überschreiten“, sagt Laen und schmunzelt: „Bei uns ist keiner verletzt, also haben wir das bis jetzt ganz gut hinbekommen.“

Hoher Fitnesslevel für neue Saison

Zudem konnte Trainer Sigurdsson in den bisherigen Partien auch eine stetige Steigerung erkennen. „Das war alles insgesamt okay“, sagt der Isländer, der mit den Füchsen in die dritte gemeinsame Saison startet. Wenn die Müdigkeit des harten Trainings aus den Kleidern geschüttelt ist, will der Coach vor allem an der Feinabstimmung feilen, die Qualität der Spielzüge muss noch verbessert werden. Priorität aber sei immer auch, dass die Spieler gesund blieben, sagt Sigurdsson. „Die Saison wird sehr lang, da brauchen wir einen hohen Fitnesslevel“, sagt Sigurdsson, der froh ist, über den gesamten Kader verfügen zu können. Und da gerät der Coach ins Schwärmen. Die drei Zugänge Iker Romero, Jonathan Stenbäcken und Evgeni Pevnov hätten sich schon prächtig eingefügt. „Die Integration hat super geklappt, alle drei Spieler trainieren vorbildlich“, freut sich Sigurdsson. „Man kann schon jetzt sehen, dass die Jungs uns helfen werden. Wir wissen, dass wir guten Handball spielen können, jetzt warten wir, dass es endlich losgeht.“

Eine Weile müssen sich die Füchse freilich noch begnügen. Am 3. September starten die Berliner in Hannover in die Saison, am 6. September reisen sie zum SC Magdeburg, am 11. September dann gibt sich der Deutsche Meister HSV Hamburg die Ehre in der Max-Schmeling-Halle. „Das ist ein hartes Programm zum Auftakt“, sagt Geschäftsführer Bob Hanning über die englische Woche zum Bundesligastart. Immerhin, die Füchse können auf viel Bewährtes zurückgreifen. Oder wie Manager Hanning sagt: „Wir haben keine komplett neue Mannschaft, viele Abläufe im Spiel sind vertraut. Es gibt einen Standard, den die Spieler abrufen können.“