Handball-Bundesliga

Füchsen genügt ein Punkt für die Champions League

Der Einzug in den Europapokal ist geschafft, nun können die Füchse Berlin der Saison das berühmte Sahnehäubchen aufsetzen: Erstmals in der noch jungen Vereinsgeschichte und aus eigener Kraft die direkte Qualifikation für die Champions League schaffen.

Es ist eine Mischung aus Anspannung und Entlastung, Zufriedenheit über das Erreichte und Aufregung vor dem finalen Akt. Nach dem letzten Heimspiel der Handball-Saison, in dem die Füchse Berlin am Sonntag die HSG Wetzlar 26:17 bezwungen hatten, feierten Spieler und Fans gemeinsam auf dem Vorplatz der Max-Schmeling-Halle den sicheren Einzug in den Europapokal. In der Partie am Sonnabend beim SC Magdeburg wollen die Füchse der schon jetzt sensationellen Saison das berühmte Sahnehäubchen aufsetzen. Bereits ein Punkt reicht den Berlinern, um erstmals in der noch jungen Vereinsgeschichte und aus eigener Kraft die direkte Qualifikation für die renommierte Champions League zu schaffen.

Das wird nicht leicht, ist aber möglich. „Ich bin sehr zufrieden, dass wir diese 53 Punkte eingefahren haben, die kann uns keiner mehr nehmen“, freute sich Trainer Dagur Sigurdsson. Dem Isländer war nach dem Sieg über Wetzlar die Erleichterung anzusehen. Gegen Magdeburg komme jetzt die Kür. „Es ist eine große Freude, dass wir bis zum letzten Spieltag ganz oben mit dabei sind und noch für etwas kämpfen können.“ Den Einzug in die Königsklasse. Kapitän Torsten Laen spricht aus, was viele denken: „Wir haben die große Chance auf die Champions League, die wollen wir jetzt auch nutzen.“

Geschäftsführer Bob Hanning hatte schon während des Wetzlar-Spiels erkannt, dass das neue Ziel auf den Spielern gelastet habe. „Die Mannschaft hat jedoch den erklärten Willen geäußert, den dritten Rang zu verteidigen“. Derzeit liegen die Füchse sogar auf Rang zwei. Allerdings kann der deutsche Rekordmeister THW Kiel am Mittwoch mit einem Erfolg beim VfL Gummersbach vorbeiziehen. Verfolger Rhein-Neckar Löwen, am vergangenen Wochenende wie Hamburg in der Champions-League-Endrunde aktiv, dürfte gegen Absteiger Friesenheim leichtes Spiel haben. Unabhängig vom Ausgang der Partie strahlen die Verantwortlichen im Fuchsbau angesichts der Qualifikation für den internationalen Wettbewerb über das ganze Gesicht. „Wir möchten das Spiel in Magdeburg positiv gestalten“, sagte Hanning, nahm aber etwas Druck aus dem Kessel: „Aber falls wir verlieren, haben wir trotzdem eine überragende Saison gespielt“.