Mallorca-Trip

Füchse-Spieler regenerieren auf besondere Art

Ab in den Urlaub: Einige Füchse-Spieler nutzen die elftägige Spielpause für einen Trip nach Mallorca. Nach diesem besonderen Regenerationstraining zählt am Samstag in Ahlen nur ein Sieg.

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Nein, nein, wehrt Bob Hanning gleich ab. „Ich war da nicht dabei.“ Die elftägige Spielpause und daraus resultierende trainingsfreie Tage wurden von einigen Handballern der Füchse Berlin zu einem gemeinsamen Ausflug nach Mallorca genutzt. Geschäftsführer Hanning lässt den dreitägigen Trip in Deutschlands 17. Bundesland schmunzelnd unter „regenerative Trainings-Maßnahme“ laufen. Doch seit Tagen wird unter Trainer Dagur Sigurdsson wieder seriös trainiert und sich auf das Auswärtsspiel am Sonnabend bei der HSG Ahlen-Hamm vorbereitet.

Platz vier, verbunden mit der Qualifikationschance für die Champions League, ist den Füchsen inzwischen nicht mehr zu nehmen. Jetzt haben sie sich als Ziel gesetzt, die restlichen drei Partien in der Bundesliga – in Ahlen-Hamm, zu Hause gegen Wetzlar (29. Mai) und in Magdeburg (4. Juni) – zu gewinnen. „Wir haben die Saison noch nicht beendet“, erklärt Torhüter Silvio Heinevetter. „Noch konzentrieren wir uns auf die restlichen Spiele, am Ende wird abgerechnet – danach können wir das genießen.“

Vielleicht, so hofft man bei den Füchsen insgeheim, geben sich Kiel, der Zweite, oder der Drittplatzierte, das Team der Rhein-Neckar Löwen, doch noch eine Blöße. Dann könnten sich die Füchse, eigene Siege vorausgesetzt, sogar direkt für die europäische Eliteklasse qualifizieren. Hanning warnt vor der HSG: „Die kämpfen ums Überleben.“ Nur ein Sieg gegen Berlin erhält Ahlen-Hamm die vage Hoffnung, noch das Relegationsspiel zu erreichen und nicht direkt abzusteigen.

Gute Nachricht gab es für die Füchse von der Liga HBL. Die Berliner erhalten die Bundesliga-Lizenz für die kommende Spielzeit auflagenfrei. „Darüber sind wir natürlich froh“, sagt Hanning. Anfang März hatte es noch Verwirrung um die Lizenzunterlagen der Berliner gegeben. Der Kurier hatte sie vertauscht und bei der Liga Wiener Holzschmuck abgegeben. Doch alles klärte sich noch rechtzeitig auf.

Bob Hanning schaut bereits in die Zukunft: „Trotz der sensationellen Saison wird unser Motto aber weiterhin heißen, eine schwarze Null zu schreiben und den Blick fürs Machbare nicht zu verlieren. Wir dürfen kein Geld ausgeben, das wir nicht haben.“