Formel 1

Das müssen Sie zum Großen Preis von Monaco wissen

Das Rennen ist Monaco ist ein Klassiker der Formel 1. Der Tod von Niki Lauda überschattet den sonstigen Glamour-Grand-Prix.

Auf dem Mercedes-Rennwagen von Weltmeister Lewis Hamilton ist der Schriftzug „Danke Niki“ zu lesen.

Auf dem Mercedes-Rennwagen von Weltmeister Lewis Hamilton ist der Schriftzug „Danke Niki“ zu lesen.

Foto: Luca Bruno / dpa

Monte Carlo. Es wird ein anderer Formel-1-Klassiker. Der Große Preis von Monaco am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und Sky) ist immer noch, und vor allem für Weltmeister Lewis Hamilton nach dem Tod von Niki Lauda, das Rennen, das man gewinnen will. Es ist der sechste WM-Lauf der Saison. Die Hatz durch die Straßenschluchten des kleinen Fürstentums gilt als glamouröses Highlight im Rennkalender. Allerdings drückt der plötzliche Tod der Fahrerlegende spürbar auf die Stimmung.

Ist Mercedes auch in Monte Carlo der Topfavorit?

Es gibt Strecken, auf denen die Silberpfeile eher als Sieggaranten gelten. Zumindest was die vergangenen beiden Jahre betrifft. 2017 siegte Sebastian Vettel im Ferrari, im vergangenen Jahr Daniel Ricciardo, als er noch für Red Bull unterwegs war. Davor allerdings war auch Monaco Mercedes-Land: 2013, 2014 und 2015 siegte Nico Rosberg, 2016 Hamilton. Klar ist aber auch, dass bei aller tiefer Trauer um Lauda der Tod des Aufsichtsratschef am Montag nur noch ein Grund mehr für die Silberpfeile und allen voran Hamilton ist, dieses 66. WM-Rennen in den engen Straßen an der Cote d’Azur zu gewinnen.

Wird des verstorbenen Niki Lauda in besonderer Weise gedacht?

Ja. Die Mercedes-Teammitglieder tragen Trauerflor. Zudem ziert der Schriftzug „Danke Niki“ die Nasen der beiden Silberpfeile, darüber ist ein Autogramm Laudas in roter Schrift zu sehen. Weiterhin strahlt einer der üblicherweise silbernen Sterne auf der Motorabdeckung in Rot - in Erinnerung an Laudas Markenzeichen, die rote Kappe. Laudas Ex-Rennstall Ferrari verzierte seine beiden Boliden an den Seitenkästen mit dünnen schwarzen Balken und dem Schriftzug Niki Lauda in jener verspielten Schriftart, die der Österreicher in aktiven Ferrari-Zeiten (1974 bis 1977) verwendet hatte. Ferrari-Starpilot Sebastian Vettel (Heppenheim) ließ kurzfristig einen roten Helm im Lauda-Design anfertigen, auf dem in weißen Lettern der Name des dreimaligen Champions zu lesen ist.

Was sagt Sebastian Vettel zu seinen Siegchancen?

Der deutsche Ferrari-Pilot betont die eigenen Gesetze auf dem Stadtkurs. „Roulette“ sei es. Der Ferrari - das betonte Vettel mehrfach - ist aber nicht schnell genug. Vettel braucht auch Glück, wenn die Kugel bei Rot halten soll. Dass er in Charles Leclerc einen Monegassen im Team hat, der sich innig wünscht, bei seinem Heimrennen den ersten Formel-1-Sieg seiner jungen Karriere zu feiern, macht es für Vettel auch nicht einfacher.

Was sagt Kimi Räikkönen zu seiner 300. Grand-Prix-Teilnahme?

Was man von ihm erwartet: „Es macht keinen Unterschied zum vergangenen oder zum nächsten Rennen. Es ist nur eine Zahl.“ 40 Jahre wird der Finne im Oktober. 21 Siege feierte Räikkönen, 103 Mal stand er insgesamt auf dem Podest. Räikkönen startete seine Formel-1-Karriere 2001 beim Schweizer Sauber-Rennstall, zu dem er vor dieser Saison zurückkehrte. Dazwischen lagen Jahre bei McLaren, Ferrari, Renault und noch mal Ferrari sowie eine Rallye-Auszeit. Noch immer ist Räikkönen der letzte Ferrari-Weltmeister (2007). Und bekannt für seine unnachahmliche Art. Auf der Homepage der Formel 1 heißt es gleich zu Beginn seines Porträts: „Er ist der weltberühmte Rennfahrer, der einfach nur in Ruhe gelassen werden will.“

Gibt es spezielle Reifen für den speziellen Kurs?

Sie kommen in diesem Jahr zum ersten Mal zum Einsatz. Hersteller Pirelli hat für die kürzeste aller Strecken mit gerade mal 3,3 Kilometern die weichste Reifenmischung in seinem Formel-1-Sortiment mitgebracht. Der Grund ist simpel: Die Strecke hat wenig Grip, also wenig Haftung. Normal bei Straßenkursen. Erst durch die Trainingseinheiten und die Begleitserien kommt etwas Gummi auf die Strecke - sofern es nicht regnet.