Grosser Preis von Malaysia

Frustrierter Vettel nennt Inder eine Gurke

Der Reifenplatzer nach einer Kollision mit dem Inder Narain Karthikeyan frustrierte Formel-1-Champion Sebastian Vettel – und verleitete ihn zu einem Gemüse-Vergleich.

Regen-Chaos, ein aufgeschlitzer Reifen und ein ausgefallener Funkverkehr: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hatte nach Platz elf beim zweiten WM-Rennen in Malaysia alle Mühe, seinen Frust zu verbergen. „Es gibt ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren“, sagte der Red-Bull-Pilot nach der Kollision mit dem Inder Narain Karthikeyan.

Frage: Es gab am Ende ein wenig Verwirrung bei Ihrem Funkverkehr. Erst sollten Sie in die Box kommen und dann doch auf der Strecke bleiben. Was war denn da los?

Sebastian Vettel: Ich denke, ich hätte reinkommen sollen. Aber ich habe gedacht, es gehört sich so, ein Rennen zu Ende zu fahren. Auch wenn das Auto den Geist aufgibt. Man hätte natürlich das Auto sparen können, aber ich wollte gerne die Zielflagge sehen.

Frage: Es sah gut aus zeitweise. Dann gab es eine Berührung mit einem HRT, bei dem Sie sich den Reifen aufgeschlitzt haben. Wie ist es dazu gekommen?

Vettel: Er war neben der Strecke, ich war meiner Meinung nach schon vorbei. Aber das ist in der Formel 1 wie im echten Leben: Es gibt ein paar Gurken, die auf der Strecke rumfahren. Das ist extrem frustrierend. Das war ein chaotisches Rennen, mit viel drunter und drüber. Wir haben direkt am Anfang den Funkverkehr verloren. Ein vierter Platz wäre zufriedenstellend gewesen, aber so springt nichts dabei raus.

Frage: War der fehlende Funkverkehr auch dafür verantwortlich, dass Sie Ihre Reifen erst eine Runde nach den anderen gewechselt haben?

Vettel: Natürlich. Wenn wir miteinander hätten reden können, hätte ich auch schon eher in die Box fahren können. So wusste ich nicht, was die anderen machen. Das ist frustrierend.

Frage: Ist es Glück im Unglück, dass es Jenson Button ähnlich schlecht erwischt hat wie Sie?

Vettel: Das ist mir wurscht, man schaut nur auf sein eigenes Rennen.

Frage: Wenn man das jetzt bis China einordnen will: Kann man sagen, dass es mit McLaren als Hauptgegner weiter gehen wird? Oder ist Fernando Alonso als Sieger von heute auch noch dabei?

Vettel: Alonso hat ein gutes Rennen gefahren. Ich habe es zwar nicht gesehen, aber er ist jedes Mal zum richtigen Zeitpunkt an die Box gefahren. Wir müssen an uns arbeiten, das ist ganz klar.