Formel 1

Hamilton wirft Schumacher gefährlichen Fahrstil vor

Nach dem Qualifying zum Großen Preis von Japan in Suzuka hat Lewis Hamilton wieder einmal Michael Schumachers Fahrweise hart kritisiert.

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Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton hat in Suzuka erneut die Fahrweise von Rekordchampion Michael Schumacher kritisiert und als lächerlich bezeichnet.

„Das war sehr gefährlich. Ich habe Michael nicht gesehen, er kam links neben mich und es hätte beinahe gekracht. Keine Ahnung, was er da versucht hat“, sagte der britische McLaren-Pilot nach dem Qualifying zum Großen Preis von Japan in Suzuka (Sonntag, 8.00 Uhr/RTL und Sky).

Hamilton, der in dieser Saison bereits mehrfach selbst wegen unüberlegter Manöver in die Kritik geraten war, hatte sich nach dem Zwischenfall mit Schumacher im Qualifying mit Platz drei hinter Weltmeister Sebastian Vettel und seinem eigenen Teamkollegen Jenson Button zufrieden geben müssen. Zuletzt hatte Hamilton sich in Monza über Schumachers Fahrweise beschwert, wo der Mercedes-Pilot ihn über mehr als 20 Runden hinter sich gehalten hatte.

In Suzuka hatta Schumacher versucht, noch vor dem Ende des dritten und letzten Qualifying-Teils über die Start-Ziel-Linie zu kommen und damit zumindest eine gezeitete Runde zu beginnen. „Lewis war vor mir sehr langsam unterwegs. Ich habe versucht rechtzeitig über die Linie zu kommen, aber er hat mich aufs Gras gedrängt. Darum habe ich es nicht mehr geschafft“, erklärte Schumacher seinerseits und bezeichnete seine Aktion als „normales Überholmanöver“.

Ebenfalls beteiligt war der Australier Mark Webber im zweiten Red Bull. Vettels Teamkollege zog an Hamilton vorbei und ging als Einziger des Trios noch auf eine schnelle Runde.

In der Startaufstellung für den 15. WM-Lauf wurde Schumacher unabhängig von Hamiltons Vorwurf nachträglich noch um eine Position auf Platz acht versetzt. Das Schweizer Sauber-Team hatte erfolgreich Protest gegen die vorläufige Wertung des Zeittrainings eingelegt, wodurch Lokalmatador Kamui Kobayashi, der zunächst auf Position zehn geführt worden war, auf Platz sieben nach vorne rückte.

Der Japaner hatte in der dritten Sitzung seine schnelle Runde zwar nicht beendet, diese aber zumindest begonnen. Schumacher war dies ebenso wenig gelungen wie den beiden Renault-Piloten Bruno Senna und Witali Petrow.