Formel 1

Vettel sichert sich in Suzuka erneut Pole Position

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel steht in Japan zum zwölften Mal in dieser Saison auf der Pole Position. Dem 24-Jährigen fehlt noch ein einziger Punkt zum zweiten Titelgewinn. Rivale Button wurde im Qualifying Zweitschnellster.

Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel steht beim Großen Preis von Japan auf der Pole Position. Dem 24-Jährigen fehlt noch ein einziger Punkt zum zweiten Titelgewinn . Dazu würde dem Red-Bull-Piloten beim 15. von 19 WM-Läufen am Sonntag (Start 8.00 Uhr MESZ) in Suzuka schon ein zehnter Platz reichen.

„Das war ein ganz besonderes Qualifying für uns heute. Es war sicher nicht einfach. Die Runde war fast perfekt, jetzt freue ich mich aufs Rennen“, sagte Vettel sichtlich erleichtert.

Schon zum zwölften Mal ganz vorn

Vettel steht schon zum zwölften Mal in dieser Saison auf dem ersten Startplatz. Zweitschnellster war der Brite Jenson Button, der Vettel ein einziger Pilot rechnerisch noch einholen könnte . Dafür müsste der McLaren-Pilot die fünf noch ausstehenden Rennen alle gewinnen und darauf hoffen, dass Vettel keinen Zähler mehr holt. „Das war bislang ein sehr gutes Wochenende für uns. Leider waren wir heute neun Tausendstel zu langsam“, sagte Button. Auf Rang drei fuhr Buttons Landsmann und Teamkollege Lewis Hamilton.

"Vettel kann gar nichts falsch machen"

Für Flavio Briatore ist jedoch nicht Vettel, sondern das Auto der Star. „Er kann mit diesem Auto gar nichts falsch machen. Es ist allen anderen weit überlegen“, sagte der frühere Renault-Teamchef im Interview mit der „Bild Zeitung“.

Zwar habe der 24-Jährige seinen Erfolg nicht nur dem Auto zu verdanken. Aber die Autos seien heute mit so viel Technik vollgestopft, dass der Star zumeist das Fahrzeug sei, sagte der Italiener.

Für Vettel findet Briatore aber ebenfalls lobende Worte: „Er ist jung, ehrgeizig, schnell, sympathisch“, sagte der 61-Jährige. Auch Michael Schumacher, den Briatore in den 90er-Jahren bei Benetton zweimal zum Weltmeister machte, sei immer noch ein großartiger Fahrer: „Er hat die Formel 1 verändert, nicht nur wie man Auto fährt, sondern auch wie man sich vorbereitet.“

Auch wenn der Erfolg seit seinem Comeback bei Mercedes ausbleibt: Für die Formel 1 sei es laut Briatore gut, dass er zurückgekehrt ist. „Wenn es ihm Spaß macht und er sich als Helfer für Mercedes versteht, sie wieder an die Spitze zu führen, dann ist das gut“, sagte Briatore.

Zu seiner eigenen Zukunft äußerte sich Briatore zurückhaltend. Nach Ablauf seiner Sperre 2013 könne er sich eine Rückkehr in die Formel 1 zumindest in der Vermarktung vorstellen. „Aber zunächst ist das kein Thema“, sagte Briatore.

Schumacher, der in seiner Karriere in Suzuka bereits achtmal auf der Pole Position gestanden hat, musste sich diesmal im Mercedes mit dem siebten Rang zufriedengeben. Damit war der 42-Jährige an diesem Tag immerhin der zweitbeste deutsche Fahrer.

„Eine gute Leistung von Michael. Am Sonntag wollen wir mit einem guten Rennen an Michaels Resultate von Spa und Monza anschließen. Es wird uns helfen, dass wir heute im Qualifying Reifen gespart und strategisch klug agiert haben“, sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Adrian Sutil landete im Force India auf Position elf. Dennoch wirkte er recht optimistisch. „Es ging nicht schneller, ich habe alles richtig gemacht. Das ist ein langes Rennen, und mit der richtigen Strategie geht's in die Punkte“, sagte Sutil, dessen Zukunft in der Formel 1 derzeit noch offen ist. Bei Force India soll die Fahrerfrage erst im Dezember geklärt werden.

Keine schnelle Runde für Rosberg

Nico Rosberg fuhr keine einzige schnelle Runde und steht am Sonntag mit seinem Mercedes in der letzten Reihe. Damit war Timo Glock endlich einmal nicht das deutsche Schlusslicht. Dennoch sprang auch diesmal für den Virgin-Piloten nicht mehr als ein 21. Platz heraus.

„Das ist ganz schlecht gelaufen. Ich hatte Hydraulik-Probleme, und wir haben es nicht geschafft, das zu reparieren“, sagte Rosberg enttäuscht. Glock war mit seiner Leistung zufrieden, dennoch wirkte er ein wenig ratlos: „Ich bin erstaunt darüber, dass mir nach vorne so viel Zeit fehlt. Ich wüsste nicht, wo ich einen Fehler gemacht haben soll oder wo ich hätte schneller sein können.“