Vor Rennen in Deutschland

Weltmeister Vettel für Frauen in der Formel 1

Aus Sicht von Sebastian Vettel spricht nichts gegen eine Frau am Steuer eines Formel-1-Wagens. Dies war zuletzt vor 19 Jahren der Fall.

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Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel könnte sich in der Königsklasse durchaus auch weibliche Konkurrenz vorstellen. „Man kann das nicht ausschließen. Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann wieder mal eine Frau in der Formel 1“, sagte Vettel am Mittwoch am Nürburgring im Vorfeld des Großen Preises von Deutschland (Sonntag, 14 Uhr/RTL und Sky): „Es spricht nichts dagegen. Es gibt kein Reglement, das ausschließt, dass Frauen fahren dürfen“, sagte Vettel.

Der 24-Jährige merkte aber auch an, dass es schon „eine Zeitlang her“ sei, dass zuletzt eine Frau in der Formel 1 im Cockpit saß. Die bislang letzte Frau war 1992 die Italienerin Giovanna Amati, die aber nie die Qualifikation für ein Rennen schaffte. Das gelang bisher nur zwei Frauen, beide ebenfalls aus Italien: Maria Teresa de Filippis 1958 und Lella Lombardi, die insgesamt zwölf Grand Prix fuhr und am 27. April 1975 in Barcelona als einzige Frau auf Platz sechs in den Punkterängen landete.

Zuletzt hatte es immer wieder mal Spekulationen um einen Wechsel von „Supergirl“ Danica Patrick in die Formel 1 gegeben. Die US-Amerikanerin gewann als bislang einzige Frau ein IndyCar-Rennen und ist auch in der Nascar-Serie unterwegs.

Im Rallye-Bereich war die Französin Michele Mouton 1982 Vize-Weltmeisterin und gewann insgesamt vier WM-Läufe. Jutta Kleinschmidt triumphierte als bislang einzige Frau bei der Dakar-Rallye. Ellen Lohr gewann als einzige Frau ein Rennen in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft.

Für Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher ist es keine Frage der Fähigkeiten, ob es eine Frau in die Formel 1 schaffen könnte, sondern eher der richtigen Talentförderung. „Es gibt keinen Grund, warum nicht auch eine Frau in der Formel 1 schnell und erfolgreich sein sollte“, hatte Schumacher einmal gesagt: „Es gibt halt nur an der Basis noch nicht genügend Frauen, die im Motorsport groß werden, damit am Ende mal jemand im Sieb übrig bleibt, der konkurrenzfähig ist.“