Eishockey

Eisbären-Offensive kommt in Schwung – 5:2 gegen Straubing

Bewährungsprobe bestanden: Die Eisbären bezwingen den bisherigen Tabellenzweiten Straubing und feiern den zweiten Sieg in Serie.

Maxim Lapierre (r.) zählte gegen Straubing zu den Berliner Torschützen.

Maxim Lapierre (r.) zählte gegen Straubing zu den Berliner Torschützen.

Foto: Matthias Balk / dpa

Berlin. Tradition wird bei den Eisbären groß geschrieben. Zur diesjährigen „Pink in the Rink“-Aktion hatten sich die Verantwortlichen deshalb eine besondere Aktion ausgedacht: Die pink-schwarzen Trikots symbolisieren dieses Mal nicht nur den Kampf gegen Krebs, sondern erinnern gleichzeitig an die ersten Bundesliga-Trikots des EHC Dynamo Berlin aus der Saison 1990/91.

Es war eine durchaus gewagte Wahl, landete das Team damals doch auf dem letzten Tabellenplatz. Die aktuelle Mannschaft befindet sich dagegen weiter im Aufwind. Durch das 5:2 (1:1, 0:0, 4:1) am Sonntag gegen die Straubing Tigers haben die Berliner den Anschluss an die Play-off-Plätze hergestellt. Zugleich gelangen dem EHC erstmals in dieser Spielzeit zwei Siege hintereinander.

McKiernan trifft schon nach sechs Minuten

„Das Sechs-Punkte-Wochenende war extrem wichtig“, sagte Stürmer Louis-Marc Aubry. „Wir haben immer noch viel Arbeit vor uns, aber daran können wir anknüpfen.“ Bereits in der sechsten Minute besorgte Ryan McKiernan die frühe Führung – erst das zweite Verteidigertor für die Berliner in dieser Saison.

Danach ließen die Gastgeber jedoch beste Gelegenheiten aus, die Fronten frühzeitig zu klären. Das rächte sich, Mitchell Heard (13.) glich zunächst aus. Mit dem Gegentor kam ein Bruch ins Eisbären-Spiel, auf einmal häuften sich die Fehlpässe.

„Wir können auf jeden Fall besser spielen. Wir finden noch nicht den Weg durch die neutrale Zone, da steht Straubing ziemlich gut“, merkte Kai Wissmann in der Pause selbstkritisch an.

Sheppard führt den EHC auf die Siegerstraße

Auf der anderen Seite ließen aber auch die Berliner die zweitbeste Offensive der Liga nur selten zur Entfaltung kommen. Es war ein zähes Ringen vor 11.321 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena, eine ruppige Partie mit vielen Nickligkeiten.

Erst nach der erneuten Führung durch James Sheppard (43.) kamen die Eisbären wieder besser in Schwung. Nun klappte sogar das vielgescholtene Powerplay, Maxim Lapierre erhöhte nur eine Minute später auf 3:1. Louis-Marc Aubry (52.) sowie Mark Olver (59.) mit einem Schuss ins leere Tor besiegelten den höchsten Saisonsieg, für Straubing traf noch Stefan Loibl (58.).

Fünf Tore hatten die Eisbären in dieser Saison noch nicht erzielt. „Schön, dass wir die Dinger gemacht haben. Das hat uns in den letzten Spielen gefehlt“, so Leonhard Pföderl.