Im Training vermittelte Serge Aubin den Profis schon genau, worauf es jetzt ankommt. „Wir müssen für den Mitspieler vorhersehbar sein und ganz einfach spielen“, so der Coach der Eisbären Berlin. „Das ist für uns als Team ein Weg, um zu überleben und auch Erfolg zu haben.“ Alles soll noch selbstverständlicher werden im Auftreten des Rekordmeisters der Deutschen Eishockey Liga (DEL), um möglich gut kompensieren zu können.

Diesmal den Verlust des besten Torschützen (12 Treffer). Am Dienstag meldete der Titelverteidiger den mittelfristigen Ausfall von Ty Ronning. Der 28-Jährige war zwar am Sonntag mit in Straubing, konnte aber bereits beim 4:2 dort nicht auflaufen. Nun ist klar, dass der Angreifer dem Meister mehrere Wochen fehlen wird. Was der Trainer mit einer gewissen Resignation zur Kenntnis nimmt. „Es gibt keine Worte mehr dafür, um das zu erklären“, sagt Aubin. Die Verletzungen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison.

Eisbären Berlin müssen am Mittwoch zum Zweiten

Mit dem Stürmer (Knie) verlängert sich die Liste der dauerhaften Ausfälle auf sechs Profis, je drei Verteidiger und drei Angreifer. Stéphane Richer zieht die Augenbrauen hoch. „Jeder weiß, wie wichtig er für unser Spiel ist. Er hat seit Wochen angeschlagen gespielt, jetzt war es zu viel“, erzählt der Sportdirektor der Eisbären. Wie sich mittlerweile herausgestellt hat, wird keiner der Verletzten (Patrick Khodorenko fällt ohnehin bis Saisonende aus) mehr in diesem Jahr zurückkehren.

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Die Pläne des Trainers, nach der Länderspielpause wieder zum gewohnten Berliner Stil zurückzukehren und in der Tabelle nach oben zu klettern, erhalten damit einen empfindlichen Dämpfer. „Das ist enttäuschend und hart, aber wir müssen weitermachen. Mein Job ist es, die Jungs zu motivieren, ihnen zu zeigen, wie wir trotz aller Verletzungen erfolgreich spielen können“, sagt Aubin, der mit dem Team am Mittwoch beim Tabellenzweiten in Ingolstadt antritt (19.30 Uhr, MagentaSport).

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Die Partie beim Spitzenreiter in Straubing zeigte, was auch ohne Ronning und den Rest möglich ist. „Wir müssen klug spielen und hart kämpfen, sicherstellen, dass der Kopf eingeschaltet ist und verstehen, wie Ingolstadt spielt“, erzählt der Coach, der in dieser Saison noch nicht ein einziges Mal mit vollem Kader antreten konnte und zeitweise auf bis zu neun Profis verzichten musste.

Dieser Zahl nähern sich die Berliner gerade wieder. Mannschaftliche Geschlossenheit gewinnt damit mehr Bedeutung als der Blick auf die Tabelle.

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