Niederlage gegen Köln

Rückschlag für die Eisbären Berlin

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Marcel Stein
Eisbären-Stürmer Marcel Noebels (r.), Schütze des 2:1, setzt sich gegen den Kölner David McIntyre durch.

Eisbären-Stürmer Marcel Noebels (r.), Schütze des 2:1, setzt sich gegen den Kölner David McIntyre durch.

Foto: O.Behrendt / picture alliance / contrastphoto

Die Eisbären Berlin unterliegen den Kölner Haien 3:4 nach Verlängerung und verlieren nach fünf Siegen erstmals wieder.

Berlin.  Die Zuschauerzahlen waren gewiss nicht schlecht bei den Eisbären Berlin, angesichts der Leistungen sogar ziemlich gut. Meist um die 10.000 Besucher kamen stets in die Mercedes-Benz Arena, trotz vieler Niederlagen, trotz lange mehr als nur gefühltem Abstiegskampf. Inzwischen lässt sich allerdings auch auf der Tribüne ablesen, dass der Meister wieder richtig Spaß macht. Meist um die 14.000 schauten zuletzt zu, viele Plätze blieben auch am Freitag nicht mehr frei.

Die diesmal 13.828 Besucher erlebten einen eher durchwachsenen Auftritt, mit sehr guten Phasen der Eisbären, aber auch einigen Fehlern, die ihnen zuletzt nicht unterliefen. Deshalb riss die Serie des Titelverteidigers, der zuletzt fünf Spiele in Folge gewonnen hatte. Die Berliner unterlagen 3:4 (1:1, 2:1, 0:1, 0:1) nach Verlängerung gegen die Kölner Haie, konnten aber immerhin einen Zähler mitnehmen und in der Tabelle den Abstand auf Rang zehn bei fünf Punkten halten.

Mauer, Noebels, Fiore treffen für die Eisbären Berlin

Bei den Berlinern war der zuvor gesperrte Yannick Veilleux wieder zurück. Mit ihm begannen die Eisbären forsch, bauten sofort Druck auf und brachten viele Schüsse auf das Tor des Teams von Ex-EHC-Coach Uwe Krupp. Er und seine Mannschaft ließen sich nach zuletzt zwei Siegen in Folge davon aber nicht überraschen, unbeeindruckt nutzten die Haie einen Fehlpass von Marcel Noebels hinter dem eigenen Tor durch David McIntyre (9.).

Das wiederum störte die Eisbären nicht, im Gegenteil. Die Berliner nahmen den Schwung ihrer Erfolgsserie mit und ließen sich davon tragen. Ihr Forechecking unterband den Aufbau der Haie früh, meist hatten sie die Kontrolle in der neutralen Zone und gingen aggressiv ins Angriffsdrittel. Der Ausgleich durch Frank Mauer war konsequent (17.). Ebenso das 2:1 durch Noebels (22.), nachdem Leonhard Pföderl den Puck an der Mittellinie erobert hatte.

Bailen sorgt für die Entscheidung gegen die Eisbären

Gelegenheit, das Ergebnis deutlicher zu gestalten, hatten die Eisbären reichlich. Das verleitete sie zu etwas Leichtfertigkeit, Köln konnte mehr Druck erzeugen. Ein Konter führte schließlich zum erneuten Ausgleich, den Landon Ferraro erzielte (34.). Doch eben jener hatte nur kurz Freude daran, musste auf die Strafbank und konnte von dort das exzellente EHC-Powerplay erleben. Giovanni Fiore markierte das 3:2 (35.).

Ein etwas wankelmütiges Spiel der Berliner mit Unachtsamkeiten in der Defensive erwiderten die Haie mit dem 3:3 durch Mark Olver (45.). Das lenkte die Partie gegen den Tabellensiebten in eine heiß umkämpfte Schlussphase, die kurz vor dem Ende der Verlängerung durch Nick Bailen zur Entscheidung fand (64.).

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