Eishockey-WM

Eishockey-WM: DEB-Team schlägt auch Norwegen

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Der gebürtige Berliner Leon Gawanke (2.v.l.) feiert gegen Norwegen sein erstes Länderspieltor.

Der gebürtige Berliner Leon Gawanke (2.v.l.) feiert gegen Norwegen sein erstes Länderspieltor.

Foto: Roman Koksarov / dpa

Im zweiten Auftritt bei der Eishockey-WM in Riga gelingt ein 5:1 gegen Norwegen. Erneut glänzen Profis aus Berlin.

Riga/Berlin. Keine 24 Stunden nach dem 9:4 zum Auftakt gegen Italien legte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEL) bei der WM in Lettland nach. Das Team von Bundestrainer Toni Söderholm bezwang Norwegen am Sonnabend mit 5:1 (1:0, 3:1, 1:0). „Wir haben nie aufgehört zu ackern, Norwegen war eine bessere Mannschaft als Italien“, sagte Stürmer Lukas Reichel, der bereits seinen zweiten WM-Treffer erzielte.

Der 19-jährige Angreifer von den Eisbären Berlin prägte mit seinen Klub-Kollegen erneut die Partie. Schon gegen Italien war seine Reihe mit Marcel Noebels und Leonhard Pföderl mit vier Toren erfolgreich. Diesmal traf neben Reichel erneut Pföderl. Hinzu kam ein Überzahltor von Verteidiger Leon Gawanke, dem gebürtigen Berliner, der die Saison bei den Eisbären begann und sie dann in Nordamerika bei den Manitoba Moose in der AHL fortsetzte.

Eisbären-Stürmer Reichel und Pföderl treffen ebenso wie Gawanke

Im Tor begann diesmal ebenfalls ein Spieler des Meisters aus Berlin. Mathias Niederberger verlebte nach einer etwas turbulenten Anfangsphase keinen allzu anstrengenden Mittagseinsatz in Riga. Söderholms Truppe agierte noch aufmerksamer als gegen Italien, ließ nur wenige Chancen zu. Auch das körperbetonte Spiel der Skandinavier nahm die deutsche Mannschaft problemlos an und überzeugte erneut mit Spielkultur und Tempo.

Der Kölner Moritz Müller brachte die DEB-Auswahl schließlich in Front (20.), Gawanke erhöhte mit einem Schlagschuss (24.). Pföderl traf nach einer gelungenen Kombination über Noebels und Reichel zum 3:0 (27.), ehe Reichel nach einer Puckeroberung in der Mittelzone per Solo auf 4:0 erhöhte (31.). Emil Lilleberg (37.) traf zwar für die Skandinavier, die ihr erstes Turnierspiel bestritten, doch Lean Bergmann war es vorbehalten, den Endstand zu markieren (44.). „Es war einfacher, im Rhythmus zu bleiben, weil das Tempo des Spiels insgesamt höher war. Wir haben eine sehr solide Leistung gezeigt. Die Spielanlage von Norwegen lag uns“, so Söderholm.

Nächster Gegner des DEB-Teams ist am Montag Kanada

Das deutsche Team, das vor Turnierbeginn größere Ambitionen äußerte und sich nicht mit dem obligatorischen Ziel der Viertelfinal-Teilnahme zufriedengeben will, ist damit auf Kurs. Dagegen mussten die ersten Favoriten bereits Dämpfer hinnehmen. So verlor etwa Schweden gegen Dänemark 3:4, Kanada unterlag zum Auftakt dem Gastgeber Lettland 0:2. Die Kanadier sind am Montag der nächste Gegner der deutschen Mannschaft (19.15 Uhr, Sport1).

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( ste )