Eisbären Berlin

Eisbären Berlin setzen in Mannheim ein klares Zeichen

| Lesedauer: 2 Minuten
Marcel Stein
Eisbären-Stürmer Fabian Dietz (r.) jubelt über sein erstes Saisontor.

Eisbären-Stürmer Fabian Dietz (r.) jubelt über sein erstes Saisontor.

Foto: Uwe Anspach / dpa

Die Eisbären Berlin schlagen die Adler Mannheim im Duell der Tabellenführer mit 4:1. CHL-Qualifikation ist so gut wie sicher.

Mannheim/Berlin. So richtig verstehen mochte man Frank Hördler am Sonnabendnachmittag nicht unbedingt. Die Eisbären Berlin hatten gerade 2:4 bei den Schwenninger Wild Wings verloren, und der Kapitän fand, dass diese Partie „Lust auf morgen“ gemacht habe. Auf das erste große Duell der Spitzenreiter, der Tabellenführer aus dem Norden und dem Süden der Deutschen Eishockey Liga (DEL), das keine 24 Stunden später auf dem Spielplan stand.

An sich entstand der Eindruck, dass die Berliner zu viel investiert hatten, um bei den Adlern Mannheim noch frisch genug für einen starken Auftritt zu sein. Doch Überlegenheit und Spielfreude in Schwenningen stimmten die Berliner optimistisch. Und Hördler behielt Recht mit seinem Gefühl: Die Eisbären zeigten eine starke Leistung gegen den großen Rivalen im Duell der DEL-Rekordmeister (beide sieben Titel) und setzten sich mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) durch. Überdies können die Berliner damit so gut wie sicher für die Champions Hockey League planen. Denn Bremerhaven liegt bei noch vier Spielen bis zum Ende der Punkterunde zwölf Zähler zurück und hat ein um 28 Treffer schlechteres Torverhältnis als die Berliner, die als Gruppenerster in die CHL einziehen. „Wir haben eine Menge Charakter gezeigt, hart gekämpft und die Zweikämpfe gewonnen“, sagte Trainer Serge Aubin.

White trifft doppelt für die Eisbären Berlin

In Mannheim kamen die Berliner sehr gut ins Spiel, attackierten die Adler früh, ließen sie kaum vor das eigene Tor. Ihre Dominanz, die aus großer Laufbereitschaft, guten Kombinationen und hartem Einsatz entsprang, unterstrichen die Eisbären durch einen Doppelschlag. Zunächst traf Fabian Dietz mit seinem ersten Saisontor zur Führung, 42 Sekunden später vollendete Matt White einen Konter zum 2:0 (10.). „Das hat uns das Momentum gegeben“, sagte White. Zwar erhöhten auch die Adler im zweiten Drittel die Intensität, doch die defensive Stabilität der Berliner vermochten sie nicht zu durchbrechen. Stattdessen traf Parker Tuomie im Nachsetzen zum 3:0 (39.).

Die Adler setzten nun alles auf eine Karte, nahmen Dennis Endras zu Beginn des letzten Drittels bei einer EHC-Strafzeit aus dem Tor für einen sechsten Feldspieler – und kassierten den vierten Gegentreffer von White (45.). Das Spiel war damit entschieden, die Berliner, die in Unterzahl noch das 4:1 durch Matthias Plachta hinnehmen mussten (57.), setzten kurz vor dem Start des Play-offs ein Zeichen und untermauerten gegen das bislang beste Team der Liga ihre eigenen Ambitionen auf den Titel.

Noch mehr zu den Eisbären Berlin finden Sie hier.