Eisbären Berlin

Doppelte Herausforderung für die Eisbären Berlin

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Marcel Stein
In Krefeld müssen die Profis der Eisbären (blau) wieder ordentlich zupacken.

In Krefeld müssen die Profis der Eisbären (blau) wieder ordentlich zupacken.

Foto: Andreas Gora / picture alliance / Andreas Gora

Die Eisbären Berlin sind viele Spiele gewohnt, aber jetzt müssen sie in Krefeld und Iserlohn binnen 23 Stunden antreten.

Berlin. Die Planung wurde unabhängig vom Wetter gemacht, erwies sich allerdings als sehr weitsichtig. Den Mittwoch hatten die Eisbären Berlin als Reisetag verbucht, kein Training angesetzt. Schließlich werden der Donnerstag und der Freitag mit zwei Partien in Folge in Krefeld (19.30 Uhr) und Iserlohn (18.30 Uhr, jeweils Magentasport) anstrengend genug. Durch das Schneechaos in Deutschland ließ sich die Reisedauer nach Krefeld nun ohnehin nur schwer vorhersehen. Wichtig war am Mittwoch daher lediglich eines: „Der Busfahrer muss seinen Job machen“, sagte Parker Tuomie.

Danach sind allerdings der Stürmer und seine Kollegen gefordert. „Wir können das meistern, die Jungs sind mit neuer Energie aus der Pause gekommen“, so Tuomie nach ein paar freien Tagen vor dem ungewohnten Doppelpack. Die Herausforderung liegt jedoch nicht nur in der für die Deutsche Eishockey Liga (DEL) seltenen Ansetzung der Partien binnen weniger als 24 Stunden, sondern auch in der bislang so gravierenden Auswärtsschwäche der Eisbären. Von sechs Spielen wurde nur eines gewonnen.

DEL-Modus nach der Regio-Runde ist noch offen

Dieser eine Sieg gelang in Krefeld, was eine gewisse Hoffnung zulässt. „Wir müssen das wiederholen und mit dem Gefühl dann in das nächste Spiel gehen“, sagt Kapitän Frank Hördler. Trainer Serge Aubin legte den Fokus bei der Arbeit noch einmal darauf, gerade auswärts die Strafzeiten zu reduzieren und wacher in die Partie zu starten. Dennoch wird auch der Auftritt beim Letzten, wo die Eisbären mit einem Sieg an die Tabellenspitze der Gruppe Nord vorrücken können, kein Selbstläufer. Nach dem Trainerwechsel habe Krefeld „neuen Schwung“, so Aubin.

Den brauchen auch die Eisbären in den letzten elf Spielen des ersten Teils der Hauptrunde, denn Punkte zu verschenken, könnte sich rächen. Wie es nach der Regio-Runde weitergeht, steht nämlich noch nicht fest. Ursprünglich war eine Einfach-Runde zwischen Nord- und Süd-Teams geplant, dann das Play-off im Modus „Best of three“. Doch es werden auch alternative Modelle diskutiert, etwa eine weitere Regio-Runde mit anschließendem Play-off auszutragen oder gleich mit dem Play-off zu beginnen. „Bis spätestens Ende Februar sollte das geklärt sein“, sagt Sportdirektor Stéphane Richer.

Backmans Rückkehr ins Eisbären-Trikot ist eher unwahrscheinlich

Vielleicht gibt es dann auch genauere Informationen zum Schicksal von Sean Backman (34). Der Stürmer laboriert seit über einem Jahr an einer Gehirnerschütterung. Eigentlich soll der US-Amerikaner noch im Februar nach Berlin kommen (wegen der Pandemie ist das aber nicht sicher) und hier von einem Spezialisten untersucht werden. „Er hat die Hoffnung, noch mal spielen zu können“, so Richer. Allerdings bestehen wohl weiterhin Probleme mit den Augen, sodass es wahrscheinlicher ist, dass sein Vertrag nach der Saison ohne weiteren Einsatz für die Eisbären ausläuft.

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