Eisbären Berlin

Die Eisbären kriegen, was sie verdienen

So nicht, meine Herren: Trainer Serge Aubin ist mit den Vorstellungen seiner Mannschaft bei Auswärtsspielen höchst unzufrieden.

So nicht, meine Herren: Trainer Serge Aubin ist mit den Vorstellungen seiner Mannschaft bei Auswärtsspielen höchst unzufrieden.

Foto: nordphoto GmbH / Engler / picture alliance / nordphoto GmbH / Engler

Die Eisbären Berlin haben jetzt fünf von sechs Auswärtsspielen verloren. Warum, verstehen sie selbst nicht so richtig.

Wolfsburg. Und täglich grüßt der Eisbär, oder, anders formuliert: zu Hause hui, auswärts pfui. Für Trainer Serge Aubin ist es zur ungeliebten Routine geworden, nach Auswärtsspielen seiner Mannschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seine „Enttäuschung“ einzugestehen. Nach dem 4:6 bei den Grizzlys Wolfsburg am Sonntagabend gab es nichts Neues zu berichten. „Um ehrlich zu sein, haben wir bekommen, was wir verdient haben“, sagte er.

Vor allem der schwache Start seines Teams hatte dem Kanadier missfallen. „Wir waren am Anfang nicht bereit und lagen plötzlich 0:3 hinten“, sagte er. „Wir haben im ersten Drittel Strafen genommen, weil wir die Füße nicht bewegt haben. Danach sind wir dem Spiel hinterhergelaufen.“

Eisbären verstehen sich selbst nicht mehr

Auch Angreifer Giovanni Fiore, der zum Endstand getroffen hatte, monierte die Strafen. Die Wolfsburger hatten nicht nur in den ersten zwölf Minuten zweimal im Powerplay getroffen, sondern mit insgesamt vier Überzahltoren das Spiel entschieden. „Das tut weh, denn bei Fünf-gegen-fünf sind wir kaum zu stoppen“, ärgerte sich Fiore. „In dieser Liga muss man diszipliniert bleiben.“

Aber das fällt einigen im Team offenbar sehr schwer. So fällt die Eisbären-Bilanz nach der Hälfte der Hauptrundenspiele zwiespältig aus. In sechs Heimspielen holten sie alle 18 Punkte, auf fremdem Eis verloren sie hingegen fünf von sechs Begegnungen. Verteidiger Kai Wissmann wirkte ratlos. „Wenn wir wüssten, woran das liegt, würden wir es ändern“, sagte er. „Wir wollen auswärts genauso spielen wie zu Hause, aber bis jetzt klappt es einfach noch nicht.“ Vielleicht sollten die Berliner es mal mit mehr Köpfchen probieren.

( dpa/BM )