Eishockey

Die Eisbären haben ein Problem mit der Konstanz

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Marcel Stein
Einen Schritt zu spät: Die Eisbären-Profis laufen hinterher.

Einen Schritt zu spät: Die Eisbären-Profis laufen hinterher.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl / picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl

Der Ärger über die unnötige Niederlage in Düsseldorf ist groß bei den Eisbären Berlin. Suche nach neuem Mittelstürmer läuft.

Berlin. Die Stimmung hatte arg gelitten. Bis in die Nacht hinein, in der die Eisbären Berlin die Heimreise antraten, wollte sie sich nicht mehr aufhellen. Zu deprimierend fiel das Ergebnis der jüngsten Partie in der Gruppe Nord der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aus. „Wir haben es verpasst, das war unsere Schuld“, stellte Mark Zengerle fest. Sein erster Treffer im Trikot der Berliner war für den Stürmer folglich kein Quell der Freude. Das 4:5 nach Verlängerung bei der Düsseldorfer EG fühlte sich ebenso bitter wie unnötig an.

Trainer Serge Aubin fand klare Worte. Denn was schmerzte, war weniger das Resultat an sich, sondern der Verlauf der Partie. „Für 40 Minuten haben wir das Spiel kontrolliert, dann haben wir aufgehört zu spielen“, sagte der Kanadier. Mit 3:0 hatten die Berliner im ersten Drittel geführt, im letzten auch noch 4:2 vorn gelegen. Doch krasse Aussetzer ließen die DEG wieder zurückkommen und am Ende auch gewinnen. „Aus irgendeinem Grund haben wir schlimmer Fehler zur falschen Zeit gemacht. Das ist nicht zu akzeptieren“, sagte der Coach, der geglaubt hatte, dass sein Team nach dem starken 5:0 gegen Köln zuvor gefestigter sei.

Eisbären zwischen hohen Siegen und derben Niederlagen

Stattdessen musste der Trainer festhalten, dass seiner Mannschaft die Konstanz fehlt – zuweilen sogar innerhalb eines Spiels. Zu halbherzig gingen die Profis in die Zweikämpfe, nachdem anfangs alles wie von selbst gelaufen war. Auch die Reduzierung auf drei Sturmreihen brachte im letzten Abschnitt nicht den gewünschten Effekt, die Konzentration kam nicht zurück. „Wir müssen das nach Hause bringen, daraus sollten wir lernen“, so Angreifer Zengerle.

Und das bald, denn das Pendeln zwischen jüngst zwei 5:0-Siegen daheim und eben auch zwei Niederlagen mit jeweils fünf Gegentreffern auswärts kann nicht der Anspruch der Berliner sein. Dafür geht es in der Gruppe Nord im Kampf um die vier Play-off-Plätze auch zu eng zu. Nach sechs von 24 Partien, also einem Viertel der Vorrunde, sind die Eisbären Dritter – mit einem Punkt Rückstand auf Platz eins, aber auch nur einem Zähler Vorsprung auf Rang fünf. Die jüngsten drei Verstärkungen im Angriff von Saisonbeginn haben sich zwar bislang ausgezahlt. Doch die Suche nach einem weiteren Mittelstürmer, der dem Team mehr Tiefe gibt, dürfte gerade nach dem Auftritt in Düsseldorf noch einmal an Dringlichkeit gewinnen.

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