Eishockey

Eisbären verspielen leichtfertig den Sieg

Mit 3:0 führen die Eisbären in Düsseldorf, geben den ersten Auswärtssieg der Saison aber am Ende noch aus der Hand.

Alles unter Kontrolle: Pierre-Cédric Labrie (l.) trifft in Düsseldorf für die Eisbären.

Alles unter Kontrolle: Pierre-Cédric Labrie (l.) trifft in Düsseldorf für die Eisbären.

Foto: BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl / picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS/Wunderl

Berlin. Eines war am Montagabend in Düsseldorf von vornherein klar: Eine Serie würde definitiv enden. Entweder die der DEG, die in der Gruppe Nord der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihre bislang beiden Heimspiele verloren hat. Oder eben die der Eisbären Berlin, die auswärts in zwei Versuchen noch ohne Erfolg geblieben sind. Nach 62 Spielminuten stand fest, dass die Berliner ihren Makel nicht tilgen konnten. Mit 4:5 (3:1, 0:0, 1:3, 0:1) verloren die Eisbären nach Verlängerung. "Wir haben aufgehört zu spielen und ihnen zu viel Platz gegeben", sagte der frustrierte Stürmer Marcel Noebels.

Die Berliner starteten mit der Hoffnung in ihr Gastspiel in Düsseldorf, besser in das Spiel zu finden als in den vorherigen Auswärtspartien. Das gelang ihnen auch, Kris Foucault nutzte gleich das erste Überzahlspiel zur Führung (5.). Mit viel Tempo rauschten die Eisbären anschließend immer wieder in die Angriffszone, kamen schnell vor das Tor der defensiv ungeordneten Rheinländer. Pierre-Cédric Labrie im Nachsetzen (14.) und Marcel Noebels (16.) erneut in Überzahl erhöhten sogar auf 3:0. Erst zum Ende des ersten Abschnitts wurde auch die DEG gefährlicher, Jerome Flaake verkürzte (18.). Brenzlig wurde es, als die DEG sogar fast zwei Minuten mit zwei Mann mehr auf dem Eis war, doch die Unterzahlformation der Berliner hielt stand.

Eisbären agieren im letzten Drittel zu nachlässig

Der Unterhaltungswert der Partie entsprach damit den Erwartungen, die DEG ist ebenso offensivstark wie defensivschwach, während das Team von Trainer Serge Aubin sowohl vorn als auch hinten gut arbeitet. Langweilig wurde es allerdings auch im zweiten Dritteln nicht, obwohl da keine Tore fielen. Doch es war viel Bewegung auf dem Eis, und die Berliner mussten erneut lange mit zwei Mann weniger auskommen. Aber Mathias Niederberger im Tor des EHC, der zu dieser Saison vom Rhein an die Spree gewechselt ist, wehrte die Angriffe seiner alten Teamkollegen ab.

Im letzten Drittel drängten diese auf den Anschluss. „Das Spiel ist sehr zerfahren, weil viel gepfiffen wird. Wir müssen schlauer sein“, sagte EHC-Verteidiger Kai Wissmann. Doch kurz darauf gab es die nächste Strafzeit für die Berliner und Nicholas Jensen traf zum 3:2 (44.). Zwar konzentrierten sich die Eisbären danach kurz und Mark Zengerle, der genau wie Labrie und Noebels sein erstes Saisontor erzielte, markierte das 4:2 (48.). Mit zunehmender Spieldauer aber agierte Aubins Team immer wieder zu nachlässig, so dass zunächst Maximilian Kammerer (51.) und dann Ken André Olimb (54.) trafen und ausglichen. In der Verlängerung setzte sich dieser Trend fort und Kammerer erzielte nach 66 Sekunden den Siegtreffer.

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