Eisbären Berlin

Eisbären Berlin freuen sich über DEL-Entscheidung

Die Eisbären Belin freuen sich über die Entscheidung der 14 Klubs der Deutschen Eishockey Liga, am 17. Dezember mit der Saison zu starten.

Eisbären Berlin und Schwenninger Wild Wings werden sich bald auch in der DEL wieder gegenüberstehen.

Eisbären Berlin und Schwenninger Wild Wings werden sich bald auch in der DEL wieder gegenüberstehen.

Foto: nordphoto / Engler / nordphoto

Berlin. Mit dieser Entscheidung endet eine Zitterpartie. Nach langen Verhandlungen und neun Monaten Corona-Pause steht nun endlich fest, dass alle 14 Mannschaften der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am 17. Dezember in die verspätete Saison 2020/21 starten werden. Auch die Eisbären Berlin, die alle ihre Heimspiele in der Mercedes-Benz Arena austragen. Darauf einigten sich die Klubchefs in einer finalen Telefonkonferenz am Donnerstag.

„Wir sind unfassbar glücklich, dass es so gekommen ist“, sagte Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee, „die vergangenen Wochen und Monate waren nicht einfach, auch nicht für uns Eisbären. Wir haben immer betont, dass wir eine Saison mit allen 14 Klubs starten wollen, das ist uns gelungen.“

Eisbären Berlin spielen in der neuen Gruppe Nord

Ursprünglich war erst der 18. Dezember für den Auftakt der 27. DEL-Saison vorgesehen gewesen , seit März hatte der Spielbetrieb schon geruht. Gleichzeitig wurden im Vergleich zur vorherigen Spielzeit Änderungen im Modus vorgenommen. So wird die Liga diesmal aus zwei regionalen Gruppen bestehen. Das ist ein bereits länger diskutierter Ansatz, um insbesondere die Reisekosten und das Corona-Infektionsrisiko geringer zu halten sowie die Umsetzung der Hygienemaßnahmen zu erleichtern.

„Der neue Modus wird interessant und ist für mich die perfekte Lösung“, kommentierte Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer.

Die Eisbären spielen dabei in der neuen Gruppe Nord zusammen mit den Fischtown Pinguins Bremerhaven, der Düsseldorfer EG, den Kölner Haien, den Iserlohn Roosters, den Krefeld Pinguinen und den Grizzlys Wolfsburg. In der Gruppe Süd sind die Augsburger Panther, der ERC Ingolstadt, die Adler Mannheim, der EHC Red Bull München, die Nürnberg Ice Tigers, die Straubing Tigers sowie die Schwenninger Wild Wings vertreten.

Ein neuer DEL-Modus auch für die Eisbären Berlin

In insgesamt 38 Partien pro Mannschaft werden bis zum 18. April in einer verkürzten Spielzeit und an nahezu jedem Tag acht Play-off-Teilnehmer ermittelt. Viermal geht es dabei gegen jeden Klub der eigenen Gruppe, zweimal zu Hause und zweimal auswärts. Zusätzlich dazu gibt es ein Hin- und ein Rückspiel gegen jedes Team der anderen. Die jeweils vier bestplatzierten Klubs jeder Gruppe tragen anschließend gruppenintern das Viertelfinale aus.

Ab dem Halbfinale wird dann über Kreuz gespielt. Sämtliche Play-off-Partien finden ab dem 20. April in einem Modus Best of three statt. Zwei Siege reichen somit zum Weiterkommen oder zum Titel, der spätestens am 7. Mai verliehen wird. „Die gesamte Mannschaft ist voller Vorfreude“, versicherte Eisbären-Kapitän Frank Hördler, „wir wissen natürlich auch, was die Klubs, die Besitzer, wir Spieler aber auch die Fans opfern mussten. Jetzt geht es endlich los.“

Auch Eisbären Berlin müssen ohne Zuschauer spielen

Zweimal schon war der Saisonstart der DEL coronabedingt verschoben worden, ein drittes Mal wäre der endgültigen Aussetzung gleichgekommen. Nachdem am Dienstag die zuvor zögerlichen Teams von Augsburg, Straubing und Iserlohn ihre Teilnahme zugesagt hatten, schloss sich mit den Kölner Haien am Mittwoch auch der letzte Wackelkandidat an.

Die Eishockey-Liga ist – anders als etwa der Fußball mit seinen hohen TV-Geldern – in besonderem Maße von Zuschauereinnahmen abhängig, die in Zeiten der Corona-Krise fehlen. Die baldige Rückkehr von Fans in die Stadien ist angesichts der Entwicklung der Corona-Pandemie aber mehr als unwahrscheinlich.

Eine DEL-Saison vor Geisterkulisse ist für viele Vereine nach wie vor ein hohes wirtschaftliches Risiko . Den Ausschlag zum Start gaben daher wohl nicht zuletzt die Auszahlung von staatlichen Hilfen von bis zu 800.000 Euro an nahezu alle Klubs, der ligaweite Gehaltsverzicht von Spielern und Trainern von bis zu 60 Prozent und die pure Liebe zum Eishockey-Sport.

„Das war ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten und wahres Teamwork“, sagte denn auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, „noch vor wenigen Wochen sah es nicht danach aus, dass es alle Klubs schaffen.“ Sein Lob gehe daher an alle, die dazu beigetragen haben, dass die Saison nun doch noch in voller Stärke beginnen kann. „Alle Fans können sich auf Non-Stop Eishockey freuen“, so Tripcke.

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