Eisbären Berlin

Eisbären Berlin: Die CHL als kleiner Hoffnungsschimmer

Bei den Eisbären kehrt ein bisschen Normalität zurück. In der Champions League treffen die Berliner auf auf Lulea Hockey.

Austin Ortega (l.) könnte mit den Eisbären in der CHL in der zweiten Runde auf Mannheim.

Austin Ortega (l.) könnte mit den Eisbären in der CHL in der zweiten Runde auf Mannheim.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es sieht nach ein wenig Normalität aus. Oder zumindest danach, dass diese ganz langsam zurückkehrt. Die Ticket-Hotline der Eisbären Berlin ist jetzt vier Tage die Woche wieder für vier Stunden besetzt. Ab nächster Woche dürfen einige Mitarbeiter für ein paar Stunden sogar in der Geschäftsstelle des Eishockey-Profiteams ihre Büroplätze einnehmen. „Das sind kleine Schritte, allerdings unter Beachtung aller Hygieneregeln“, sagt Geschäftsführer Peter John Lee.

Viel zu verkaufen gibt es bei der Hotline derzeit noch nicht, es geht vor allem darum, den Fans Informationen anzubieten. Vielleicht auch die eine oder andere Dauerkarte für die nächste Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) abzusetzen. Ohne das Wissen, wann diese nun beginnt. Immerhin ein Termin wurde gerade konkret. Den Berlinern wurde für die erste Runde der Champions Hockey League (CHL) das schwedische Team Lulea Hockey zugelost.

Termine gegen Lulea am 6./7. und 13./14. Oktober

Auch die CHL musste wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie angepasst werden. Die Gruppenphase wurde gestrichen, stattdessen gibt es gleich eine K.o.-Runde mit Hin- und -Rückspiel. In der treffen die Eisbären nun auf den aktuellen Hauptrundensieger der schwedischen Liga und CHL-Gewinner von 2015. „Schwedische Teams sind immer ein sehr schwerer Gegner. Sie sind nicht nur gefährlich in der Offensive, sondern spielen sehr strukturiert in der Defensive“, sagt EHC-Trainer Serge Aubin. Würden sich die Berliner durchsetzen, träfen sie in der nächsten Runde auf den Sieger des Duells Grenoble-Mannheim.

Terminiert sind die Partien gegen Lulea für den 6./7. und 13./14. Oktober. Bis dahin ist viel Zeit, aber die Auslosung erlaubt Vorfreude, eben etwas Hoffnung auf Normalität. „Das ist ein gutes Gefühl“, sagt Lee, der den neuen Modus der CHL interessant findet.

Unterschriften der Spieler sollen bald nachgereicht sein

Daten für den Trainingsbeginn seiner Mannschaft, die am 18. September eigentlich in die DEL-Saison starten soll, kann Lee noch nicht nennen. Erst nach der Lizenzierung durch die DEL werden die Terminpläne wohl konkretisiert. Die Lizenzierung könnte diesmal allerdings länger dauern, weil die DEL von allen Spielern eine 25-prozentige Gehaltsminderung verlangt und diese schriftlich den Unterlagen zugefügt werden muss. Noch liegen diese Zusagen nicht bei allen Klubs vor. „Bei uns läuft alles, es gibt keine Probleme“, sagt Lee zur Situation bei den Eisbären. Die Unterschriften sollen bald nachgereicht sein.

Die Eisbären hatten wie die anderen Berliner Profiklubs vom Senat die Zusage zur Unterstützung in der Corona-Krise erhalten, um Einnahmeverluste auszugleichen. Sogar ein Auftreten des Landes Berlin als Trikotsponsor war dabei ins Spiel gebracht worden. Die Eisbären freuen sich über dieses Angebot, sind sie doch ohnehin ein Aushängeschild für die Stadt Berlin als siebenfacher DEL-Meister. „In welcher Form wir werben, müssen wir sehen“, so Lee. Der Platz auf dem Trikot sollte es wohl nicht unbedingt sein.

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