Eisbären Berlin

Eisbären-Chef Lee: „Das bringt viel Unruhe“

Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee zum Veranstaltungsverbot in Berlin und den Auswirkungen für seinen Klub.

Wann die Eisbären Berlin wieder für ein Spiel in die Mercedes-Benz Arena einlaufen, ist ungewiss.

Wann die Eisbären Berlin wieder für ein Spiel in die Mercedes-Benz Arena einlaufen, ist ungewiss.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Angesichts des langfristigen Verbots von Großveranstaltungen in der Hauptstadt setzt Peter John Lee auf eine gemeinsame Initiative der betroffenen Vereine. „Wir haben uns schon mit den anderen Berliner Profiklubs ausgetauscht. Jetzt versuchen wir, den Grund der Entscheidung zu verstehen. Und wir überlegen, wie wir damit umgehen“, sagt der Geschäftsführer der Eisbären Berlin.

Zusammen wollen sich die Vereine nun an den Berliner Senat wenden, der am Dienstag verkündet hatte, aufgrund der Corona-Pandemie Veranstaltungen mit mehr als 5000 Teilnehmern in der Hauptstadt bis zum 24. Oktober zu verbieten. Die Maßnahme war für Lee völlig unerwartet gekommen: „Wir waren nicht involviert, keiner hat so schnell damit gerechnet“, sagte er. Zudem überraschte ihn der Zeitrahmen: „Wir wissen alle nicht, was in sechs Monaten sein wird.“

Im Juni wollen die Eisbären die Lage neu bewerten

Durch die Krise sieht Lee „die Existenz der Hallensportarten bedroht“, vor allem, wenn sie sich noch länger hinzieht. Er wolle zusammen mit den Berliner Profiklubs und der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nun „Schritt für Schritt gehen und die Entwicklungen im Fußball sowie neue Entscheidungen der Bundesregierung abwarten“. Auch die Liga habe den Beschluss in Berlin zur Kenntnis genommen, mit Verwunderung, da in keinem anderen Bundesland derartige Festlegungen getroffen worden sind.

Voreilige Schlüsse wollen die Eisbären jetzt nicht ziehen. „Wir warten bis Juni, um zu sagen, was im September passieren kann und was nicht“, so Lee: „Zu diesem Zeitpunkt wissen wir hoffentlich mehr.“ Für die Eisbären gerät durch das Veranstaltungsverbot sogar der Start in die neue Saison in Gefahr. Die Champions Hockey League (CHL) soll nach jetzigem Stand am 3. September beginnen, die Hauptrunde der DEL gut zwei Wochen später.

Lee hofft nun auf eine „vernünftige“ Lösung: „Nummer eins ist die Gesundheit, das ist keine Frage. Aber es bringt viel Unruhe bei den Mitarbeitern. Zum Eishockey gehören ja nicht nur die Spieler, es gibt viele Leute, die von uns abhängen.“ Bei der DEL denkt man derzeit über Alternativen nach, sollte das Verbot in Berlin Bestand haben, in anderen Bundesländern aber gespielt werden können.

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