Eisbären Berlin

Eisbären verlieren und warten weiter auf Viertelfinal-Gegner

Die Eisbären unterliegen den Kölner Haien 3:5. Ob Düsseldorf oder Bremerhaven im Play-off kommt, zeigt sich am letzten Punktspieltag.

Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan (r.) im Laufduell mit dem Kölner Colby Genoway.

Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan (r.) im Laufduell mit dem Kölner Colby Genoway.

Foto: Revierfoto / picture alliance/dpa

Köln. Zwar schauen die Eisbären Berlin lieber auf sich als auf den Gegner. Doch der Blick auf die Konkurrenz ist in diesen Tagen schon spannend. Die Deutsche Eishockey Liga (DEL) ging am Freitag in ihren 51. und vorletzten Spieltag der Hauptrunde, und den Eisbären fehlte ja noch der Gegner für das am 17. März startende Viertelfinale. Zwischen Düsseldorf und Bremerhaven lief da ein Fernduell, in dem die DEG gegen Krefeld 3:2 n.V. spielte und Bremerhaven gegen Ingolstadt 4:2. Damit fällt die Entscheidung zwischen den punktgleichen Konkurrenten am letzten Spieltag, an dem die Berliner, die ihr Spiel bei den Kölner Haien 3:5 (0:2, 0:0, 3:2) verloren, Bremerhaven empfangen.

Die Partien gegen Köln waren in dieser Saison besonders. Dreimal, zweimal gewannen die Berliner, gingen die Duelle mit den Rheinländern in die Verlängerung, ohne dass es während dieser Partien danach ausgesehen hätte, als würden sie noch einmal eng werden. Insofern war es also spannend, wie der letzte Vergleich ausgehen würde. Andererseits hatte man davon schon eine vage Idee, nachdem Trainer Serge Aubin vier Spieler in Berlin gelassen hatte. Um sie für das Viertelfinale zu schonen.

Das erste Drittel verschliefen die Eisbären

Diese Schonhaltung nahm das komplette Team mit in die Partie. „Klar ist das im Hinterkopf, dass der Druck weg ist“, sagte Kapitän André Rankel in der ersten Pause. Die Berliner hatten sich bereits für das Viertelfinale qualifiziert. Die Kölner dagegen haben nach dem Wochenende Urlaub, sind nicht im Play-off dabei und wollten sich mit dem letzten Heimspiel der Saison ordentlich verabschieden von den enttäuschten Fans. Unterschiedliche Voraussetzungen, die schnell zu klaren Verhältnissen führten. Zach Sill (3.) und Alexander Oblinger (14.) überwanden Sebastian Dahm, der für Justin Pogge im Tor stand, während die Berliner den Beginn verschliefen. „Wir haben uns nicht unterstützt“, so Rankel.

Da es für die Eisbären um nichts Zählbares mehr ging, bekam Verteidiger Eric Mik erstmals Eiszeit in dieser Saison. Stürmer Thomas Reichel durfte ebenso öfter eingreifen. Einige Kollegen ließen derweil das Strafzeitenkonto deutlich anwachsen, Jonas Müller musste wegen eines Checks gegen den Kopf mit einer Spieldauerstrafe in die Kabine (36.). Spielerisch taten sich die Berliner erst im Schlussabschnitt hervor, Leonhard Pföderl traf zum Anschluss (44.), Sebastian Streu glich doppelt aus (45./54.), nachdem zuvor Jon Matsumoto getroffen hatte (48.). Pascal Zerressen (58.) und Moritz Müller (59.) sicherten Uwe Krupp, dem früheren Berliner, als neuem Trainer der Haie im vierten Spiel den vierten Sieg.

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