Eishockey

Eisbär Noebels will beim Gipfel in Krefeld auftrumpfen

Eisbären-Profi Marcel Noebels ist in der Form seines Lebens und will seine Mannschaft zum Sieg in Krefeld führen.

Marcel Noebels (l.) zählt mit 42 Scorerpunkten zu den Besten im deutschen Eishockey.

Marcel Noebels (l.) zählt mit 42 Scorerpunkten zu den Besten im deutschen Eishockey.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Man sieht es der Tabelle nicht gleich an, doch das Spiel der Eisbären an diesem Freitag in Krefeld (19.30 Uhr, Magentasport) ist ein echtes Gipfeltreffen. Der Topscorer der Liga und die beiden besten Deutschen in dieser Kategorie stehen gemeinsam auf dem Eis: Marcel Noebels (42 Scorerpunkte) auf Berliner Seite, Chad Costello (46) und Daniel Pietta (42) bei den Pinguinen.

EHC-Trainer Serge Aubin übertreibt deshalb nicht, wenn er sagt: „Krefeld ist offensiv ein gefährliches Team, das nicht viele Chancen braucht, um ein Tor zu machen.“ Während Costello und Pietta in der Vergangenheit schon häufiger in der Scorerliste der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) vorn dabei waren, ist diese Rolle für Marcel Noebels neu. Der 27-Jährige befindet sich in der Form seines Lebens; er hat sein Spiel umgestellt und sucht nun häufiger selbst den Abschluss.

Torhüter Cüpper kehrt aus Weißwasser zurück und gehört wieder zum Kader

Seine 42 Punkte bedeuten, dass er im Schnitt in jedem Spiel an einem Treffer der Eisbären beteiligt war. Dennoch sind die Berliner weniger abhängig von ihrem Topscorer als der Gegner. „Einige Spieler machen offensiv zwar ein bisschen mehr, aber das geht nicht auf Kosten der Mannschaft oder der Defensive. Ich erwarte, dass wir als Gruppe gut spielen“, sagt Trainer Aubin.

Auch Noebels selbst meint: „Ich mache auf dem Eis keine große Show, sondern will mich für die Mannschaft einsetzen.“ Zwar seien Costello und Pietta herausragende Spieler, „aber zwei Jungs allein können ein Team nicht führen.“ Die Eisbären sind da deutlich tiefer besetzt, zumal Louis-Marc Aubry nach überstandener Knieverletzung ins Aufgebot zurückkehrt. „Wir haben vier Reihen, die gegen jede Reihe in der Liga bestehen kann“, sagt Aubin. Er glaubt nicht, dass bis zum Transferschluss am Sonnabend noch Verstärkungen kommen. „Uns gefällt, was wir haben“, so der Coach. Einzig auf der Torhüterposition legte der Klub noch einmal nach: Marvin Cüpper, der bisher nach Weißwasser verliehen war, kehrt zurück und gehört wieder fest zum Kader des EHC.