Eishockey

Eisbären-Stürmer Aubry: „Es fühlt sich jeden Tag besser an“

Eisbären-Stürmer Louis-Marc Aubry spricht im Interview über seine Rückkehr und erzählt, warum er im Play-off besonders stark ist.

Louis-Marc Aubry (l.) trainierte am Sonntag in Lankwitz zum ersten Mal nach sieben Wochen wieder mit den Eisbären.

Louis-Marc Aubry (l.) trainierte am Sonntag in Lankwitz zum ersten Mal nach sieben Wochen wieder mit den Eisbären.

Foto: EIBNER/Heike Feiner / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Sieben Wochen musste Eisbären-Stürmer Louis-Marc Aubry zuschauen, seit er sich kurz vor Weihnachten am Knie verletzt hatte. Beim Freilufttraining in Lankwitz feierte der Kanadier am Sonntag seine Rückkehr in den Kreis der Mannschaft und kann es nun kaum erwarten, wieder zu spielen. Mit dem EHC hat der 28-Jährige in dieser Saison noch einiges vor und will sich bis zum Play-off in Höchstform präsentieren.

Berliner Morgenpost: Sie hatten zuletzt viel Zeit, um die Spiele der Eisbären von der Tribüne aus zu beobachten. Was lief aus Ihrer Sicht gut und was nicht so sehr?

Louis-Marc Aubry: Insgesamt spielen wir schon sehr gut. Die Mannschaft hat viel Potenzial. Trotzdem denke ich, dass wir es mit diesem Team noch auf ein anderes Level bringen können. Viele Spiele sind bis zum Schluss eng. Wir müssen von Anfang an attackieren und gleich ein Statement setzen, damit der Gegner keine Chance hat. Wenn wir am Ende die Meisterschaft holen wollen, gibt es immer noch Raum für Verbesserung. Ich hoffe, dass bald wieder meinen Teil dazu beitragen kann.

Die erste gemeinsame Einheit mit dem Team war das Freilufttraining am Sonntag in Lankwitz. Wie haben Sie dieses besondere Ereignis erlebt?

Es hat sehr viel Spaß gemacht! Das war einmal etwas anderes, wobei wir Nordamerikaner es von früher ja gewohnt sind, draußen zu trainieren. Als Kind habe ich nach der Schule jeden Tag unter freiem Himmel gespielt. Die Einheit in Lankwitz hat deshalb gute Erinnerungen zurückgebracht.

Sie tragen kein gelbes Leibchen mehr, mit dem beim Training des EHC die angeschlagenen Spieler gekennzeichnet werden. Sind Sie schon wieder so weit, dass Sie am Freitag gegen Krefeld und am Sonntag (13.15 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gegen die Adler Mannheim mitwirken?

Ja, das ist ganz klar mein Ziel. Wir haben in der Hauptrunde noch zehn Spiele zu absolvieren und ich möchte diese nutzen, um danach bereit für das Play-off zu sein. Dem Knie geht es soweit gut, ich kann wieder alles mitmachen. Trotzdem ist es natürlich hart, wenn man vorher sieben Wochen nichts gemacht hat. Aber es fühlt sich mit jedem Tag besser an.

Es war nicht Ihre erste Verletzung in dieser Saison. Schon während der Vorbereitung mussten sie notgedrungen pausieren. Wie sehen Sie aktuell Ihre Rolle im Team?

Ich habe die beiden Verletzungen hinter mir gelassen und konzentriere mich jetzt ganz darauf, wie ich der Mannschaft helfen kann. Ich werde dafür alles geben, was ich kann.

In den vergangenen Spielzeiten waren Sie im Play-off besonders stark. Halten Sie eine solche Steigerung in diesem Jahr trotz des schwierigen Saisonverlaufs erneut für möglich?

Na klar, ich habe immer noch meine zwei Beine! Im Ernst: Ich habe ja nicht ein oder zwei Jahre verpasst, sondern nur sieben Wochen – in dieser Zeit verlernt man das Spiel nicht. Ich freue mich auf das Play-off, es ist die schönste Zeit des Jahres. Dann spiele ich immer besonders gut.