Eishockey

Die Eisbären machen’s jetzt mal oben ohne

Weil sie Lust auf etwas Abwechslung haben, trainieren die Eisbären am Sonntag auf der Eisbahn Lankwitz – und Fans können dabei sein.

Die Kurve der Eisbären-Fans beim Winter Game 2013 in Nürnberg.

Die Kurve der Eisbären-Fans beim Winter Game 2013 in Nürnberg.

Foto: Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Presse

Berlin. Spätestens mit dem ersten Winter Game in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) kam auch in der Hauptstadt die Frage auf, wann die Eisbären Berlin mal so ein Spiel unter freiem Himmel als Heimteam bestreiten. Schließlich waren sie 2013 bei der Premiere in Nürnberg ja schon mit von der Partie, die sie vor 50.000 Zuschauern 3:4 verloren. Immer mal wieder geisterte das Olympiastadion als möglicher Austragungsort durch die Köpfe. Vielleicht ergibt es sich ja irgendwann tatsächlich.

Nach ein wenig Abwechslung stand den Eisbären der Sinn allerdings schon länger. Und jetzt bekommen sie diese auch. Zwar kämpfen die Berliner nicht Open Air um Punkte, sie sind auch nicht im Olympiastadion, aber dafür trainieren sie am Sonntag im Süden der Stadt auf der Eisbahn Lankwitz (Leonorenstraße 37) erstmals überhaupt unter freiem Himmel. „Das ist richtig cool“, findet Geschäftsführer Peter John Lee.

Fotos und Autogramme nach dem Training im Kiez

Die Aktion ähnelt dem Kieztraining von Fußball-Bundesligist Hertha BSC, „Wir wollten mal etwas anderes machen. Wobei das bei uns etwas schwieriger ist als im Fußball“, sagt Lee. Doch einer seiner Mitarbeiter im Büro kennt die Betreiber der Eisbahn, so konnte die Idee umgesetzt werden. Nach ein paar freien Tagen in der Länderspielpause wird Trainer Serge Aubin sein Team nun um 9.30 Uhr oben ohne, also ohne Dach über dem Kopf, aufs Eis bitten. „Das wird viel Spaß für die Jungs und uns. Als wir alle noch etwas jünger waren, haben wir immer Open Air trainiert“, sagt Aubin, der auf schönes Wetter hofft. Zumindest soll es nicht regnen, aber sehr warm werden.

Das richtige Training wird etwa eine Stunde dauern. Danach üben die Profis bis 11.30 Uhr gemeinsam mit Hobbyspielern vom Projekt „Kick on Ice“. Fans und Besucher des Trainings können anschließend mit den Spielern Fotos machen und sich Autogramme holen. „Die Fans aus dem Süden von Berlin und den angrenzenden Brandenburger Gemeinden kommen oft zu uns und unterstützen uns. Wir möchten uns mit diesem Training revanchieren“, sagt Geschäftsführer Lee und betont, wie wichtig jede einzelne Eisfläche für die Entwicklung des Eishockeysports sei. Bei den Eisbären geht es nach der Länderspielpause sportlich am 14. Februar in Krefeld weiter, dann wieder oben mit Dach.

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