Eisbären Berlin

Vorwärts in Finnland: Eisbären-Talent Ancicka reift heran

Die Saison in Finnland hilft Torhüter Tobias Ancicka bei seiner Entwicklung. Ob er zu den Eisbären zurückkehrt, ist noch offen.

Torhüter Tobias Ancicka bei der U20-WM in Tschechien.

Torhüter Tobias Ancicka bei der U20-WM in Tschechien.

Foto: Petr Sznapka / picture alliance/dpa

Berlin. Die Eisbären Berlin mussten Platz machen, ihre Kabine im Wellblechpalast räumen. Sie wird in diesen Tagen anderweitig benötigt, was wegen der Länderspielpause der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auch nicht weiter stört. Während die Profis der Berliner unterwegs sind, kämpft die nächste Generation von Talenten um Aufmerksamkeit beim U19-Fünf-Nationen-Turnier im Sportforum.

Für den Gastgeber begann das Turnier wenig schmeichelhaft, 1:9 verlor man gegen Finnland. Gegen Schweden lief es beim 4:6 etwas besser für die deutsche U19. Torhüter Tobias Ancicka wirkt unzufrieden. „Ich habe bis jetzt ein Spiel gespielt, das war nicht so gut“, sagt der 18-Jährige, der gegen Finnland im Tor stand. Viele der finnischen Talente hat er schon öfter erlebt, spielt er doch selbst in der finnischen U20-Liga für Lukko Rauma.

Turnier mit der U19 im Wellblechpalast

Das Resultat gegen die Finnen spiegelt gut seine Eindrücke aus dem hohen Norden wider, gerade im Vergleich zum Niveau der Nachwuchsarbeit in Deutschland. „Man kann gar nicht von Unterschied reden, das sind einfach zwei verschiedene Welten. Körperlich und vom Tempo her“, so Ancicka, der von 2016 bis zum vergangenen Sommer bei den Eisbären Juniors spielte. Dann ließen die Eisbären den sehr talentierten Goalie in Finnland neue Erfahrungen sammeln, behielten ihn aber unter Vertrag. Mit seiner Saison in Finnland ist er zufrieden. „Ich habe einen guten Schritt gemacht, technisch und athletisch“, sagt Ancicka, der dort beim früheren EHC-Goalie Petri Vehanen trainiert. Sogar beim WM-Klassenerhalt der deutschen U20 stand Ancicka im Tor.

In Berlin kam es natürlich auch zum Treffen mit Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee. „Wir haben uns unterhalten über die Zukunft“, so der Torhüter, der mit seinem Team in Berlin am Freitag noch auf Tschechien (18 Uhr) und am Sonnabend auf die Schweiz (16.30 Uhr) trifft. Wie die Zukunft konkret aussehen kann, ist noch offen, Ancicka kann sich im Moment mehrere Optionen vorstellen. Finnland, Nordamerika, Berlin – „das wird sich ergeben, wenn die Zeit reif ist“. Was vermutlich erst nach dieser Saison sein wird.

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