Neuer Profi?

Entscheidung über weiteren Eisbären-Zugang fällt in LA

Eisbären-Chef Lee und Sportdirektor Richer treffen sich mit den LA Kings. Dort wird beraten, was mit der letzten Lizenz passiert.

Die Eisbären wollen nach der Pause den vierten Platz halten.

Die Eisbären wollen nach der Pause den vierten Platz halten.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Es ist Länderspielpause der Deutschen Eishockey Liga (DEL), für den Endspurt in der Hauptrunde können alle noch einmal Kraft sammeln. Die Eisbären Berlin haben mit einer Niederlage am Freitag gegen Straubing (1:2) und einem Sieg gegen Ingolstadt am Sonntag (6:2) ein passables Wochenende hinter sich, aber auch eines, das nur halbwegs zufrieden macht. Eisbären-Geschäftsführer Peter John Lee schaut noch einmal kurz zurück und gibt Auskunft über seine Pausenpläne.

Berliner Morgenpost: Herr Lee, im Februar sind Sie häufig in Los Angeles bei den Kings aus der NHL, die ja ebenso zu Klubbesitzer Anschutz gehören, um über die aktuelle Lage und die neue Saison zu beraten. Wird das auch diesmal so sein?

Peter John Lee: Ja, vom 7. bis zum 14. Februar haben wir da unser jährliches Meeting. Sportdirektor Stéphane Richer ist sogar schon dort, schaut sich ein paar Partien an und beobachtet interessante Spieler.

Sie haben dafür am Wochenende die Partien hier in Berlin verfolgt. Finden Sie, dass wichtiger Boden verloren wurde im Kampf um Platz drei? Ist der überhaupt noch ein Ziel?

Der Freitag war nicht so spaßig, weil wir danach Fünfter waren. Aber jetzt sind wir wieder zurück in den Top Vier. Dort, das haben wir immer gesagt, wollen wir sein. Ich glaube, wenn wir den dritten Platz erreichen können, versuchen wir das auch. Das wäre eine gute Sache. Aber wichtig ist uns vor allem, in den Top vier zu bleiben. Das ist unser Ziel.

Wie verbringen Sie die Pause bis zum Abflug nach Los Angeles?

Ich schaue mir im Welli das U19-Turnier mit fünf Nationalteams an. Dabei gucke ich natürlich auf das deutsche Team, aber es ist auch immer interessant, andere Länder zu sehen, was für Spieler die haben und wo wir im Vergleich dazu stehen. In dieser Woche werden 120 Scouts aus der NHL wegen des Turniers hier sein.

Torhüterfrage für die nächste Saison noch nicht geklärt

Werden Sie selbst die Gelegenheit nutzen, sich mit Tobias Ancicka auszutauschen? Der deutsche Torhüter besitzt ja einen Vertrag bei den Eisbären für den Fall, dass er aus Finnland in die DEL zurückkehrt.

Natürlich will ich ihn im Turnier nicht stören, aber ich werde mich schon erkundigen, wie es bei ihm läuft. Wir sind so oder so in Kontakt mit seinem Vater. Aber sicher ist das jetzt auch eine Möglichkeit, ein bisschen zu reden und zu schauen, wo er steht in seiner Entwicklung.

Sie müssen sich bezüglich der nächsten Saison ja entscheiden, ob die Eisbären auf deutsche Torhüter setzen oder auf eine ausländische Nummer eins. Dabei könnte auch Ancicka eine Rolle spielen. Sind Sie diesbezüglich schon vorangekommen?

Diese Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber wir haben uns viele Gedanken gemacht. Wir müssen zum Bespiel auch hören, was Tobias selbst denkt, wie es für ihn weitergehen kann. Wir sind da insgesamt nicht unmittelbar unter Druck, denn ein Torhüter, an dem wir Interesse haben, braucht noch Zeit für eine Entscheidung.

Wie sieht es mit der letzten Lizenz für diese Saison aus. Passiert noch etwas bis zum Transferschluss am Ende der Länderspielpause?

Darüber diskutieren wir, wenn ich in Los Angeles bin. Es gibt Kandidaten, in der Pause wird sicher überall noch einmal viel passieren. Wir müssen überlegen, was nach der Verletzung von Constantin Braun das Beste ist, ob wir einen Verteidiger brauchen können oder einen Stürmer. Einen Torwart kann ich aber ausschließen.

Rechnen Sie mit Angreifer Louis-Marc Aubry nach der Pause?

Bislang sieht alles gut aus. Er soll diese Woche aufs Eis gehen, dann werden wir merken, wie er die Belastung verträgt. Nächste Woche soll er dann voll mit der Mannschaft trainieren.

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