Eisbären Berlin

Die Eisbären und die Ruhe vor dem großen Endspurt

Die Spielweise gegen Ingolstadt stuft Eisbären-Trainer Aubin als Vorbild für den wichtigsten Saisonteil ein, der nach der Pause folgt.

Eisbären-Topscorer Marcel Noebels (l.) hat auch gegen Ingolstadt wieder getroffen.

Eisbären-Topscorer Marcel Noebels (l.) hat auch gegen Ingolstadt wieder getroffen.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Die Schlittschuhe können jetzt erst einmal in die Ecke. Das wäre die Empfehlung, die Maxim Lapierre seinen Kollegen mit auf den Weg gibt. Ein paar freie Tage stehen bevor für die Profis der Eisbären Berlin, die Deutsche Eishockey Liga (DEL) geht in ihre zweite große Länderspiel-Unterbrechung. „Wir müssen den Kopf freikriegen, entspannen“, sagt der Stürmer der Berliner. Die vergangenen Monate waren anstrengend genug. „Wir hatten viele Verletzungen, einige von uns haben sehr viel gespielt. Deshalb ist die Pause jetzt wichtig für uns“, so Lapierre, der nun bis Sonntag nicht mehr arbeiten muss.

Wichtig war auch, in diese Pause auf Platz vier zu gehen, der im Viertelfinale zunächst das Heimrecht garantiert, was mit dem Erfolg am Sonntag gegen den ERC Ingolstadt gelang (6:2). Nach der Niederlage zuvor gegen den Dritten Straubing (1:2) holten sich die Berliner diesen Platz zurück, den sie kurzzeitig an Bremerhaven verloren hatten. „Die Mannschaft hat diese Herausforderung angenommen. Jeder hat um jeden Zentimeter gekämpft“, fand Trainer Serge Aubin. Die Einstellung seines Teams, den Willen, „dass alle alles tun würden, um dieses Spiel zu gewinnen“, habe er auf der Bank fühlen können.

Nach der Pause geht es am 14. Februar in Krefeld weiter

Die Partie gegen Ingolstadt empfindet der Trainer daher als eine, die Beispielcharakter für die nächsten Wochen besitzen könnte. „Wir müssen uns daran erinnern, wie hart wir für diesen Sieg gearbeitet haben. Und dann so weitermachen“, sagt Aubin. Sowohl in der Defensive als auch in der Offensive zeigte sein Team viel Präsenz und Hartnäckigkeit in den Zweikämpfen. Ebenso boten die Berliner spielerisch Gefälliges, Entschlossenheit in den Überzahlsituationen und Durchsetzungsvermögen. „Es ist schön zu wissen, dass wir antworten können, wenn es eng wird“, erzählt Lapierre. Meist können die Berliner das tatsächlich, immer gelang es ihnen jedoch nicht. Sonst wäre der Abstand auf Rang drei geringer als zehn Punkte.

Doch das ist mehr etwas für den zweiten Teil der Pause, der nur noch spiel-, aber nicht mehr trainingsfrei ist. Raum für Verbesserungen bleibt immer. „Die Special Teams können ein Spiel für dich drehen, das haben wir gegen Ingolstadt gesehen“, sagt der Trainer. Gerade im Play-off genießen Über- und Unterzahlspiel einen besonderen Status. Im Powerplay bieten die Berliner aber noch zu wenig Konstanz. Ebenfalls dabei, ihre Leistung über die Dauer eines Spiels auf einem gleichmäßig hohen Niveau abzurufen. „Wir sind da zwar besser geworden, aber es gibt noch einiges zu tun“, so Aubin.

Aubry soll zurückkehren, Braun fehlt mehrere Wochen

Wenn sich fast alle erholt haben, Kai Wissmann sowie Sebastian Streu sind mit der Perspektiv-Nationalmannschaft unterwegs und Fabian Dietz soll in Weißwasser beim Kooperationspartner in der zweiten Liga spielen, will der Trainer seinem Team ab Sonntag den letzten Schliff verpassen, bevor es am 14. Februar mit der Partie in Krefeld weitergeht. Dann vielleicht wieder mit Louis-Marc Aubry, der nach seiner Knieverletzung ins Training einsteigen soll. Dafür müssen die Berliner wohl länger auf Constantin Braun verzichten, der sich gegen Ingolstadt eine Knieverletzung zugezogen hat und etwa sechs Wochen fehlen wird.

Zehn Spiele sind es nach der Pause noch in der Hauptrunde. Auf diese und das folgende Play-off will sich Lapierre ab Sonntag einstimmen: „Dann müssen wir richtig hart arbeiten und versuchen, perfekt zu sein, denn der wichtigste Teil der Saison steht bevor.“

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