Eisbären Berlin

Eisbären gegen Straubing: Der Endspurt um Platz drei beginnt

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Marcel Stein
Eisbären-Stürmer Maxim Lapierre (l.) treibt sein Team nach vorn.

Eisbären-Stürmer Maxim Lapierre (l.) treibt sein Team nach vorn.

Foto: Andreas Gora / dpa

Die Eisbären haben zwei extrem wichtige Spiele vor der Länderspielpause. Kapitän Rankel sagt: „Wir wollen definitiv nach oben.“

Berlin. Eine gute Nachricht in dieser Woche war, dass Jonas Müller keine Nachricht bekommen hat. Zumindest nicht aus Neuss. Dort befindet sich die Zentrale der Deutschen Eishockey Liga (DEL), und die reagiert im Allgemeinen schnell, wenn sich jemand zu deutlich zu den Schiedsrichtern äußert. Müller hatte das vor fast einer Woche getan, geladen nach einigen Entscheidungen im ersten Drittel bei Spitzenreiter München (3:2 n.P.), stellte er die Linie der Unparteiischen gegenüber den Eisbären Berlin infrage.

Doch sein „Wenn man so pfeift, kann man gleich zum Fußball gehen“ schien den Anstandshütern noch im Rahmen des Erträglichen, Müller bekam keine Strafe. Trotzdem wird er beim nächsten Mal sicher sorgfältiger sein bei seiner Wortwahl, wie er vor der nächsten schweren Partie der Berliner andeutete. Denn auch am Freitag dürfte es wieder sehr intensiv zugehen auf dem Eis und den Schiedsrichtern eine heikle Aufgabe bevorstehen, wenn die Eisbären die Straubing Tigers empfangen (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena).

Niederbayern vor bester Hauptrunde der Klubgeschichte

Straubing als Gegner klingt zwar nicht gerade nach einem Spitzenspiel, doch genau das ist es. Elf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde treffen sich beide Teams zu einem extrem wichtigen Duell. Dabei sind die Eisbären als Vierter in der Verfolgerrolle gegen den Dritten aus Niederbayern. „Trotz ihrer guten Arbeit ist es ein bisschen überraschend, dass sie so weit oben stehen“, sagt EHC-Kapitän André Rankel. Sieben Zähler liegen die Berliner zurück, haben aber auch ein Spiel weniger ausgetragen. Mit einem Sieg könnten die Eisbären also ihren vermutlich letzten großen Angriff auf Platz drei starten. „Wir wollen den vierten Platz absichern“, sagt Rankel: „Aber wir wollen definitiv auch nach oben.“

Rankel erwartet nicht nur deshalb ein Spiel mit Play-off-Charakter. Dreimal standen die Berliner den Niederbayern schon in K.o.-Runden im Weg, es ging immer hitzig zu. Nun spielen die Tigers ihre beste Hauptrunde überhaupt. „Straubing ist eine sehr gute Mannschaft, die in der Offensive sehr talentierte Spieler hat, aber gleichzeitig nicht die Defensive vernachlässigt“, so der EHC-Kapitän, der darauf drängt, die Scheibenverluste in der neutralen Zone gering zu halten.

Am Sonntag mit Ingolstadt der nächste schwere Gegner

Der Angriff auf Platz drei steht für Trainer Serge Aubin derweil nicht unbedingt im Vordergrund. „Für uns geht es nur um uns selbst. Was dabei herauskommt, werden wir sehen. Aber trotzdem ist es natürlich eine gute Möglichkeit für uns gegen ein Team, das direkt vor uns steht. Wir wollen zeigen, was wir haben“, so der Kanadier, für den auch die Partie gegen den Sechsten Ingolstadt am Sonntag (17 Uhr, Mercedes-Benz Arena) große Bedeutung besitzt: „Wir wollen mit einem guten Gefühl in die Pause gehen.“ Zumal mit Bremerhaven der Fünfte nur mit zwei Zählern Rückstand in Lauerstellung liegt, wird das kein Ziel, das einfach zu erreichen ist.

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