Eishockey

Eisbären mühen sich zum knappen Sieg gegen Schwenningen

Die Berliner haben gegen den Tabellenletzten große Probleme und drehen dabei einen Rückstand. Doch glanzvoll war der Auftritt nicht.

Das war eng: Gewusel vor dem Tor von Eisbären-Keeper Justin Pogge (l.).

Das war eng: Gewusel vor dem Tor von Eisbären-Keeper Justin Pogge (l.).

Foto: Uwe Koch/ Eibner-Pressefoto via www.imago-images.de / imago images/Eibner

Berlin. Ein wenig fühlte man sich beim jüngsten Heimspiel der Eisbären auf die Grüne Woche zurückversetzt. Am Sonntag ging die Landwirtschaftsmesse am Funkturm offiziell zu Ende.

Vorher nutzte einer der Sponsoren des Eishockeyklubs aber noch einmal die Gelegenheit, um am Rande der Partie gegen die Schwenninger Wild Wings ebenfalls noch einmal für gutes Essen und ländlichen Tourismus die Werbetrommel zu rühren.

Also spielte in den Gängen der Mercedes-Benz Arena eine bayerische Musikantengruppe auf, während die Fans bei der kostenlosen Milchverkostung kräftig zulangten. Das Spiel selbst war danach allerdings keines für Feinschmecker.

Eisbären spielen schlampige Pässe

Gegen den Tabellenletzten mühten sich die Eisbären vor 13.623 Zuschauern zu einem 2:1 (0:0, 1:1, 1:0). „Beide Mannschaften waren sehr stark in der Defensive. Wir sind sehr glücklich über die drei Punkte. Das war ein großes Wochenende für uns“, sagte Cotrainer Craig Streu.

Bereits am Freitag hatten die Berliner Spitzenreiter München mit 3:2 nach Penaltyschießen bezwungen. Ein ähnliches Feuerwerk erwarteten die Fans auch gegen das Schlusslicht, doch es wurde stattdessen ein zähes Ringen. Die Intensität auf Berliner Seite war längst nicht so hoch wie zuletzt: Die Gastgeber spielten schlampige Pässe, auch das Powerplay war viel zu statisch. Zwar waren die Eisbären spielbestimmend und hatten auch mehr Torchancen, doch die resultierten zumeist aus Einzelaktionen und waren nur selten zwingend.

Auf der anderen Seite kamen auch die Wild Wings nur selten gefährlich vor das Eisbären-Tor, so dass Justin Pogge im Kasten der Berliner zunächst kaum Gelegenheit bekam, sich auszuzeichnen. Es war nicht das erste Mal, dass sich der EHC gegen einen Gegner aus dem Tabellenkeller schwer tat.

Siegtreffer durch Pierre-Cédric Labrie

Gerade gegen Schwenningen hatte man zwei der vergangenen fünf Partien verloren. „Wir müssen mehr Druck nach vorn machen“, bemerkte Stürmer Lukas Reichel in der ersten Pause treffend. Doch seine Worte blieben zunächst ungehört.

Stattdessen nutzten die Gäste eine ihrer wenigen Chancen zur Führung durch Markus Poukkola (33.). Zwar besorgte Berlins Topscorer Marcel Noebels (39.) mit seinem 20. Saisontreffer noch vor der Pause den Ausgleich, aber so richtig rund lief es im Angriffsspiel immer noch nicht.

Erst im Schlussabschnitt verstärkten die Eisbären ihre Offensivbemühungen und wurden in der 51. Minute mit dem Siegtreffer durch Pierre-Cédric Labrie belohnt.