Eisbären Berlin

Eisbären schlagen den Spitzenreiter München

Eisbären gewinnen Spitzenspiel durch Reichels Treffer 3:2 nach Penaltyschießen. Verteidiger Müller schimpft auf die Schiedsrichter.

Eisbären-Stürmer James Sheppard (l.) greift in München mit seinem Team an.

Eisbären-Stürmer James Sheppard (l.) greift in München mit seinem Team an.

Foto: Tobias Hase / dpa

Berlin. Man konnte durchaus rätseln, auf welchen Torhüter die Eisbären Berlin diesmal setzen würden. Der eine hatte ja häufig spielen dürfen, agierte dabei aber nicht ganz glücklich. Der andere hatte zuletzt in Schwenningen eine Chance bekommen und sogar einen Sieg feiern können (5:3). Hatte das Sebastian Dahm nun wieder in Front gebracht in dem internen Duell? Oder durfte Justin Pogge in München wieder zurück zwischen die Pfosten nach seiner Pause?

Pogge durfte, vielleicht eine Entscheidung der Berliner mit psychologischem Hintergrund. Denn zum Jahresbeginn gegen München gewann Pogge sein erstes Spiel im Trikot der Eisbären (4:3). Möglicherweise ein gutes Omen für das erneute Aufeinandertreffen. War es tatsächlich, der Vierte der Tabelle setzte sich mit 3:2 (1:1, 1:0, 0:1, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen gegen den Spitzenreiter durch.

Eisbären nutzen erstes Powerplay zur Führung

Die Berliner waren diesmal ohne Trainer Serge Aubin in München. Der Kanadier musste wegen des Todes seines Vaters in die Heimat reisen und wird auch am Sonntag gegen Schwenningen noch fehlen. Dafür konnten seine Assistenten und Sportdirektor Stéphane Richer wieder auf Fabian Dietz nach dessen Knieverletzung zurückgreifen, so dass alle Positionen im Spitzenspiel gegen den Tabellenführer besetzt waren. Zumindest überwiegend, denn nach der Führung, die Marcel Noebels im ersten Powerplay erzielt hatte (9.), handelten sich die Berliner viele Strafen ein.

Hauptsächlich Jonas Müller traf es. „Wenn man so pfeift, kann man gleich zum Fußball gehen“, beschwerte sich der Verteidiger über die kleinliche Regelauslegung, die Yasin Ehliz zum Ausgleich nutzte (17.). Danach verflachte die Partie etwas, aber die Berliner schossen dennoch öfter auf das Tor. Maxim Lapierre drückte den Puck zum 2:1 ins Netz (35.). Anschließend tat Torhüter Pogge alles dafür, den Vorsprung zu halten und parierte einen Penalty gegen Ehliz (40.). Einen Alleingang von Frank Mauer in EHC-Überzahl konnte er allerdings nicht stoppen (47.). Dafür ließ Pogge nach der Verlängerung keinen Puck mehr im Penaltyschießen durch, während Lukas Reichel für den EHC den Siegtreffer erzielte.

„Das war mein bisher bestes Spiel für die Eisbären, ein großer Sieg für uns alle“, sagte Pogge anschließend. Es war erst der zweite Sieg der Berliner in den vergangenen acht Punktspielen in München.

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