Eishockey

Eisbären spielen gegen München schon um die Zukunft

Das Topspiel der Eisbären bei Tabellenführer München hat Auswirkungen auf das Play-off. Trainer Aubin fehlt wegen eines Trauerfalls.

Die Eisbären mit Torwart Justin Pogge (l.) im Kampf gegen Red Bull München und Jason Jaffray.

Die Eisbären mit Torwart Justin Pogge (l.) im Kampf gegen Red Bull München und Jason Jaffray.

Foto: Uwe Koch/ Eibner-Pressefoto / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Normalerweise blicken die Spieler und Trainer der Eisbären Berlin nur ungern weiter voraus als bis zum nächsten Gegner. Erst einmal das eine Spiel hinter sich bringen und dann schauen wir weiter, so die Maxime. Vor dem Gipfeltreffen mit Tabellenführer Red Bull München am Freitag (19.30 Uhr, Magentasport) ist bei den Berlinern aber allen Beteiligten bewusst, dass der Ausgang dieser Partie sehr wohl langfristigere Auswirkungen haben wird. Zwar sind es noch anderthalb Monate bis zum Play-off-Start – 14 Spiele sind bis dahin noch zu absolvieren – trotzdem ist gerade dieses Duell richtungsweisend.

Den Eisbären droht mit München ein Wiedersehen im Play-off

Im Play-off werden sich die Wege der beiden Vereine höchstwahrscheinlich erneut kreuzen, nach derzeitigem Stand im Halbfinale. Nachdem die Berliner bisher nur eines von drei Spielen gegen München gewinnen konnten, wollen sie mit einem weiteren Erfolg auch ein gutes Gefühl in die Endrunde mitnehmen.

„Es ist eine große Herausforderung gegen das beste Team der Liga und eine gute Standortbestimmung, aber wir glauben an uns“, sagt Trainer Serge Aubin. Tatsächlich haben die Eisbären zuletzt alle drei Klubs, die in der Tabelle vor ihnen stehen, geschlagen – neben München auch Mannheim und Straubing.

Trainer Aubin fehlt wegen eines Trauerfalls im Topspiel

Allerdings gelang der Mannschaft gegen die Top drei erst ein Auswärtssieg: das 2:1 in Straubing am zweiten Weihnachtsfeiertag. „Wenn wir weit kommen wollen, müssen wir große Siege auf fremdem Eis holen. Das Spiel in München ist eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, dass wir das drauf haben“, sagt Aubin. Er selbst wird am Freitag allerdings nicht dabei sein und fehlt auch am Sonntag gegen Schwenningen. Nach einem Trauerfall in der Familie ist der Coach zurück nach Kanada gereist; hinter der Bande werden stattdessen seine Assistenten Craig Streu und Gerry Fleming sowie Sportdirektor Stéphane Richer stehen. „Das geht einem schon nah“, meint Stürmer Marcel Noebels. „Ich hoffe, dass wir das Spiel für ihn gewinnen können. Das wäre das größte Geschenk.“