Eisbären Berlin

Eisbär Labrie: „Tore zählen für mich nur, wenn wir gewinnen“

Eisbär Pierre-Cédric Labrie zeigt sich derzeit in guter Form. Nun will der Stürmer mit den Berlinern Platz drei attackieren.

Eisbären-Stürmer Pierre-Cédric Labrie hat in dieser Saison bereits sieben Treffer erzielt.

Eisbären-Stürmer Pierre-Cédric Labrie hat in dieser Saison bereits sieben Treffer erzielt.

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Berlin. Wie die meisten seiner Teamkollegen trainierte Eisbären-Stürmer Pierre-Cédric Labrie am Dienstag bloß im Kraftraum. Allerdings war der Kanadier auch so gut ausgelastet: Vor dem Training brachte er seinen Sohn in die Kita und holte ihn anschließend wieder ab. Zwischendurch fand er trotzdem noch Zeit, um den Sieg in Schwenningen und seine derzeitige Torserie zu sprechen und schon einmal auf das bevorstehende Gipfeltreffen mit Spitzenreiter München vorauszublicken.

Berliner Morgenpost: Nach dem 5:3 in Schwenningen mussten die Eisbären schnell zum Flughafen, um den Flieger zu bekommen. Wie knapp war es letztlich mit der Heimreise?

Pierre-Cédric Labrie: Ich glaube, wir saßen erst eine Minute, bevor die Türen zugingen, im Flugzeug. Wir standen ziemlich unter Zeitdruck. Ohne die Zeugwarte, die nach dem Spiel schnell unsere Sachen eingepackt haben, hätten wir das nicht geschafft. Sie waren die heimlichen Helden dieses Trips.

Sie haben gegen Schwenningen erneut getroffen, wie schon am Freitag beim 4:5 nach Penaltyschießen gegen Ingolstadt. Es war bereits Ihr siebter Saisontreffer. Macht Sie das stolz?

Für mich ist jedes Tor ein Bonus. Den Treffer gegen Schwenningen habe ich noch mehr genossen, weil wir auch das Spiel gewonnen haben. Ehrlich gesagt erinnere ich mich an das Tor gegen Ingolstadt gar nicht mehr. Diese Partie habe ich aus meiner Erinnerung gelöscht. Für mich zählt ein Tor erst dann, wenn wir am Ende gewinnen.

Gegen Schwenningen war es allerdings wieder ein Auf und Ab. Wie erklären Sie sich, dass sich die Mannschaft gerade gegen die vermeintlich Kleinen oft so schwer tut?

Wir müssen insgesamt disziplinierter spielen. Gegen Schwenningen haben wir zu viele Strafzeiten genommen, da müssen wir unsere Emotionen besser im Griff haben. Schwenningen ist seit dem Trainerwechsel allerdings auch eine ganz andere Mannschaft, die jetzt mit mehr Intensität spielt. Ich habe in der Vergangenheit selbst schon für Teams am Tabellenende gespielt und weiß, wie das ist: Jeder spielt um seinen Vertrag und möchte gerade gegen die Spitzenklubs zeigen, was er kann.

Am Sonntag (17 Uhr, Mercedes-Benz Arena) trifft der EHC gleich noch einmal auf die Wild Wings. Zuvor geht es am Freitag aber nach München. Wie stehen die Chancen gegen den Tabellenführer?

Mit Blick auf das Play-off ist das ein wichtiges Spiel. Wir wissen, dass wir sie da höchstwahrscheinlich noch einmal wiedersehen. Für den Kopf macht es einen großen Unterschied, ob wir in der regulären Saison zwei von vier Spielen gegen die Münchner gewonnen haben oder nur eines.

Drei Viertel der Saison sind vorbei. Geht es jetzt in erster Linie darum, Platz vier und damit das Heimrecht im Viertelfinale zu sichern oder schielen Sie noch nach oben?

Wir jagen weiter den dritten Platz. Wir haben noch ein Spiel in der Hinterhand und spielen noch gegen Straubing und Mannheim. Wenn wir diese drei Spiele gewinnen, sind wir wieder dran. Und wenn eines der beiden Teams eine Schwächephase zeigt, können wir ganz schnell vorbeiziehen.