Eisbären Berlin

Die Eisbären brauchen wieder ein klares Statement

Seit Wochen liefern die Eisbären sehr enge Spiele ab und verschenken dabei Punkte. Nun gastiert der EHC beim Letzten in Schwenningen.

Eisbären-Torwart Justin Pogge überzeugt bislang nur bedingt.

Eisbären-Torwart Justin Pogge überzeugt bislang nur bedingt.

Foto: Revierfoto / picture alliance/dpa

Berlin. Um welchen Platz es nun geht, darauf wollte sich Serge Aubin nach dem Spiel gar nicht mehr festlegen. Vierter in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) waren die Eisbären Berlin vorher, Fünfter danach. Und der Trainer meinte, „wir schauen vor allem darauf, dass wir so spielen, wie wir es wollen“. Was aber beim 4:5 n.P. gegen den ERC Ingolstadt nicht funktionierte. Deshalb ist man nach Wochen auf der Stammposition vier nun hinter die Oberbayern zurückgefallen. Was Aubin allerdings etwas herunterspielte – mit Blick eben auf das Gesamtbild, das er im Kopf hat.

Um seine Mannschaft dorthin zu führen, wo er sie haben möchte, hat er noch einiges zu tun. Zuletzt ergaben sich wiederkehrende Muster. „Wir waren im letzten Drittel ein bisschen zu passiv und haben es nicht geschafft, vom Druck wegzukommen“, sagt Kapitän André Rankel. Eine Zwei-Tore-Führung wurde so kurz vor Schluss verspielt, beim 4:3 n.V. in Köln zuvor lag man sogar bis kurz vor dem Ende mit 3:0 vorn. „Die Tore, die wir kassiert haben, hätten so ziemlich alle nicht fallen dürfen“, lautete Rankels Fazit nach der Partie gegen Ingolstadt. Individuelle Fehler und schlechte Wechsel begünstigten die Gegentreffer.

Ein Torwartwechsel könnte dem Team helfen

An diesen intensiven Schlussminuten, daran, dass es am Ende sehr eng wird, scheint das Team allerdings Gefallen gefunden zu haben. Seit dem 1. Dezember endeten elf von 16 Spielen mit nur einem Tor Unterschied. Allerdings verloren die Eisbären sechs davon und gewannen nur fünf. „Wir müssen daraus lernen“, sagt der Coach, der die aktuelle Phase durchaus als gutes Übungsprogramm für enge Play-off-Partien sieht. Nervenstärke kann man sich schließlich auch zu einem gewissen Teil antrainieren.

Dennoch bleibt die Ausbeute der Berliner unbefriedigend. Was auch mit Torwart Justin Pogge zu tun hat. Seit er zum Jahreswechsel zu den Eisbären kam, durfte er in allen fünf Spielen starten. Obwohl der bisherige Stammgoalie Sebastian Dahm gerade in sehr guter Form war. „Es gibt keine klare Nummer eins. Beide können den Job machen, aber nur einer kann spielen“, sagt Aubin. Pogge ist bisher aber nicht mehr als ein durchschnittlicher Torwart, er ist kein Rückhalt, dem die großen Saves gelingen. „Alle müssen ihr Niveau steigern. Es ist die Zeit des Jahres, in der man sein Bestes zeigen muss“, sagt Aubin nur.

Zeit wäre es sicher auch, Dahm wieder von Beginn an spielen zu lassen. Am Sonntag treten die Berliner in Schwenningen an (16.30 Uhr, Magentasport), beim Letzten. Gegen die Teams aus dem Tabellenkeller wurden schon viele Punkte abgegeben, unter anderem in Schwenningen war Anfang Dezember ein 4:5 dabei. Daher wäre jetzt der richtige Moment, mal wieder ein klares Statement zu setzen.

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