Eisbären Berlin

Eisbären verschenken einen Punkt bei den Haien

Nach zwei Niederlagen hintereinander gewinnen die Eisbären in Köln mit 4:3 n.V., geben dabei aber eine 3:0-Führung aus der Hand.

Marcel Noebels (l.) bereitet das 1:0 für die Eisbären durch James Sheppard vor.

Marcel Noebels (l.) bereitet das 1:0 für die Eisbären durch James Sheppard vor.

Foto: nordphoto / Mueller via www.imago-images.de / imago images/Nordphoto

Köln/Berlin. So ein Wochenende am Rhein hat seinen Reiz. Vor allem, wenn der Spielplan der Deutschen Eishockey Liga (DEL) es besonders gut meint. So mussten die Eisbären Berlin in diesen Tagen etwa erst nach Düsseldorf, um dort am Freitag gegen die DEG anzutreten. Sonntag stand bereits das nächste Spiel auf dem Programm, diesmal in Köln bei den Haien.

Über 1000 Fans nutzten das für einen sportbetonten Ausflug und fuhren per Sonderzug nach Düsseldorf. Wer Zeit hatte, blieb danach einfach noch in der Gegend, genoss zunächst die Vorzüge der rheinischen Kultur und schaute sich zum Abschluss die Partie in Köln an. Etwa 500 Fans unterstützten das Team von Trainer Serge Aubin ebenso in der mit 17.146 Zuschauern gefüllten Kölner Arena und sahen nach dem 1:2 bei der DEG nun ein 4:3 (1:0, 2:0, 0:3, 1:0) nach dramatischer Verlängerung. „Das war verrückt. Wir hätten es im letzten Drittel nicht mehr so spannend machen dürfen. Aber wir haben nicht aufgegeben. So ist Eishockey“, sagte Siegtorschütze James Sheppard.

Eisbären-Verteidiger Wissmann mit dem ersten Saisontreffer

Während die Berliner nach zwei Niederlagen in Folge wieder gewannen und ihren vierten Platz festigten, verloren die Haie schon zum sechsten Mal in Serie. Die Eisbären hatten sich offenbar vorgenommen, die Versäumnisse in Düsseldorf ein paar Kilometer weiter zu korrigieren. Die schwache Chancenverwertung war ihnen am Freitag zum Verhängnis geworden, nun nutzte Sheppard nach 75 Sekunden gleich die zweite Gelegenheit zur Führung. Die Berliner waren also sofort gut in der Partie, schossen später auch öfter auf das Tor. Allerdings verflachte das Spiel zu Beginn des zweiten Drittels, viele Puckverluste in der neutralen Zone ließen keinen Spielfluss zu.

Doch ein langer Pass von Ryan McKiernan öffnete den Raum für Marcel Noebels, der per Konter mit einem Rückhand-Schlenzer das 2:0 erzielte (33.). Nur 57 Sekunden später entstand hinter dem Berliner Tor der nächste Konter, den Verteidiger Kai Wissmann im Zusammenspiel mit Leonhard Pföderl und Lukas Reichel mit seinem ersten Saisontor beendete.

Eine starke Chancenverwertung der Berliner, die sich anschließend mehr auf eine gute Verteidigung konzentrieren wollten. Das gelang ihnen allerdings nicht. Ein eher harmloser Schuss von Alexander Oblinger rutschte Torhüter Justin Pogge ins Netz (53.). Kurz darauf traf Jason Akeson zum Anschluss (54.) und leitete eine heiße Schlussphase ein, in der die Berliner acht Sekunden vor Schluss auch noch den Ausgleich durch Frederik Tiffels kassierten. Ebenso dramatisch ging es in der Verlängerung zu, die Berliner mussten in Unterzahl spielen. Als sie wieder vollzählig waren, traf Sheppard 46 Sekunden vor dem Ende zum Sieg.

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