Eisbären Berlin

McKiernan: „Wir sind bereit für die Top-Mannschaften“

Eisbären-Verteidiger Ryan McKiernan freut sich über viel Eiszeit, hätte aber gern mehr Punkte gegen die schwächeren Teams der Liga.

Ryan McKiernan (M.) steht bei den Eisbären am meisten auf dem Eis.

Ryan McKiernan (M.) steht bei den Eisbären am meisten auf dem Eis.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Es scheint, als könne Ryan McKiernan gar nicht genug Zeit auf dem Eis verbringen. Kaum sind die Strapazen des Wochenendes vorüber, geht er am Dienstag schon wieder als einer der letzten Spieler der Eisbären Berlin in die Kabine. Das Wochenende bot Licht und Schatten aus Berliner Sicht, erst wurde mit München (4:3) der Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geschlagen, dann verlor man gegen den Letzten in Iserlohn (2:5). Verteidiger McKiernan (30) blickt noch einmal zurück.

Berliner Morgenpost: Herr McKiernan, hat ein freier Tag ausgereicht, um die Batterie wieder aufzuladen?

Ryan McKiernan: Ich denke schon, der Trainer hat wegen unseres kleinen Kaders gut darauf geachtet, dass die Balance zwischen Eiszeiten und freien Tagen stimmt. Alle haben noch Spaß daran, aufs Eis zu gehen. Auch das Training selbst ist gut dosiert, alle fühlen sich wohl. Obwohl so eine Situation natürlich schwierig ist. Aber jetzt kommen ja ein paar Spieler zurück.

Wo stand das Team in Iserlohn, wenn man die Frische betrachtet?

Na ja, wenn ein Spiel so startet, machen wir es uns selbst schwer. Trotzdem glaube ich an unser Team, auch in solchen Situationen. Wir hätten das Spiel mit ein bisschen Glück ausgleichen können. Natürlich wollen wir so etwas nicht immer wieder erleben.

Für viele Leute ist es nicht leicht zu verstehen, dass die Eisbären gegen den Tabellenführer gewinnen und zwei Tage später gegen den Letzten verlieren. Wie erklären Sie sich das?

Wie sind mental und körperlich bereit für die Top-Mannschaften, das kann man wohl mitnehmen. Vielleicht ist es dann auch unser Fehler, im Kopf nicht ganz bereit gewesen zu sein in Iserlohn. Da müssen wir uns verbessern und auch gegen die Teams, die unten stehen, die Punkte holen.

Wie schwer ist es für Sie als ein Verteidiger, der sich sehr viel bewegt, solche Spiele durchzuhalten wie das in Iserlohn, in dem Sie über 25 Minuten auf dem Eis standen?

Wenn man defensiv solide seine Position spielt, lässt sich das unnütze Laufen minimieren. Das ist wichtig, wenn du viel spielst. Die Trainer haben mit mir darüber gesprochen, das hilft. Aber auf der anderen Seite sind alle bei uns im Team sehr eifrige Wettkämpfer. Selbst wenn wir ein bisschen müde sind, sind wir in der Lage, alles zu geben.

Gespräche mit Trainern bringen McKiernan auf den richtigen Weg

Sie sind der Spieler mit der meisten Eiszeit im Team, Sie genießen viel Vertrauen. Wie wichtig ist das für Sie?

Das fühlt sich gut an. Ich weiß zu schätzen, wenn der Trainer auf mich setzt. Ich habe viel daran gearbeitet, dass mein Spiel da ist, wo es sein muss. Nur deshalb kann ich so viel auf dem Eis sein. Das wiederum zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin mit meinem Spiel.

Nachdem es anfangs mit dem Scoring nicht gut geklappt hatte, läuft inzwischen alles rund. Sie sind der punktbeste Verteidiger im Team, die Nummer vier der Liga. Was hat sich verändert?

Zu Beginn wollte ich überall hier einen guten Eindruck machen, denke ich, ich wollte einfach zu viel. In der neuen Umgebung ist das sicher normal. Ich habe mit den Trainern darüber geredet habe, dass ich zuerst auf mein Positionsspiel in der Defensive achten und den Puck schnell bewegen soll. Der Rest wird dann kommen. Außerdem haben wir jetzt auch eine bessere Chemie im Überzahlspiel.

Diese Woche stehen nur zwei Spiele bevor, es wird etwas ruhiger. Auch mal wieder schön, oder?

Wir können uns ein bisschen ausruhen, mal wieder richtig trainieren und auch mal wieder in den Kraftraum gehen, um ein bisschen stärker zu werden. Dafür blieb zuletzt keine Zeit.

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