Eishockey

Bei den Eisbären klappt es jetzt auch gegen die Spitzenteams

Binnen zwei Wochen bezwingen die Eisbären die drei besten Mannschaften der Liga. Damit senden sie ein Zeichen für das Play-off.

Eisbären-Stürmer Leonard Pförderl (r.) im Duell mit Yannic Seidenberg.

Eisbären-Stürmer Leonard Pförderl (r.) im Duell mit Yannic Seidenberg.

Foto: Andreas Gora / dpa

Berlin. Gute Dinge brauchen manchmal etwas Zeit, in diesem Fall etwas mehr als die halbe Hauptrunde in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Lange haben die Eisbären Berlin verzweifelt darum gekämpft, die besten Mannschaften der Liga zu bezwingen. Doch gegen die drei Teams an der Spitze lief es nicht sonderlich gut. Um den Jahreswechsel aber haben die Berliner ein Zeichen an die Liga gesendet. Mit dem 4:3 gegen München am Freitag wurden binnen zwei Wochen sowohl der Spitzenreiter, der Zweite Straubing (2:1) und der Dritte Mannheim (5:1) geschlagen.

Allein dies ist schon respektabel, das gerade gehäufte Verletzungspech verdeutlicht aber noch mehr, dass einiges in den Eisbären steckt in dieser Saison. „Ganz ohne ist das nicht“, sagt Leonhard Pföderl in Bezug auf das dezimierte Personal: „Alle, die das durchgekämpft haben über die letzten Spiele, muss man loben.“ Vor allem gegen München zeigten die Berliner eine enorme Energieleistung. „Wir haben das brutal runtergeackert“, so Pföderl, der den Siegtreffer 30 Sekunden vor dem Ende erzielte.

Sonntag zum Tabellenletzten nach Iserlohn

Ihre sonstige Linie mit offensivem Eishockey mussten die Berliner dafür verlassen. Gegen die laufstarken Münchner gingen es die Eisbären defensiver an, setzten auf Konter. Ein gutes Rezept, um den Kräfteverschleiß etwas zu kontrollieren. „Das war ein großer Test für uns“, so Trainer Serge Aubin, der die Mannschaft immer besser auf alle erdenklichen Situationen einstellt. Sein Team blieb ruhig, wo es vor Wochen noch überhastet agierte. Besonders aber der leidenschaftliche Einsatz aller Profis ist bei den Berlinern gerade ein herausstechendes Merkmal. „Der Biss und der Wille, den wir gehabt haben, war ausschlaggebend. Vielleicht müssen wir es noch ein bisschen lernen, dass wir es jedes Spiel so durchziehen. Dann sind wir gut dabei in den Top drei oder vier“, glaubt Pföderl.

Nach dem intensiven Spiel gegen den Tabellenführer, das sowohl emotional als auch körperlich sehr aufreibend war, geht es für den Vierten am Sonntag nun nach Iserlohn (14 Uhr, Magentasport). Die Roosters sind Letzter und damit gefährlich leicht zu unterschätzen. „Das ist definitiv das schwierigere Spiel des Wochenendes“, findet Stürmer Pföderl, der auch Torhüter Justin Pogge bei seinem Debüt ein gutes Zeugnis ausstellte: „Er hat seine Sache gut gemacht. Wir können einfach froh sein, dass wir jetzt zwei gute Torhüter haben.“ Auch um an diesen Punkt zu kommen, brauchte es etwas Zeit bei den Eisbären.

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