Eisbären Berlin

Eisbären-Sportchef Richer: „Pogge passt in unser Profil“

Eisbären verpflichten Torhüter Justin Pogge. Der Kanadier kommt aus Schweden und soll den Konkurrenzkampf im EHC-Tor erhöhen.

Torhüter Justin Pogge spielte in den vergangenen Jahren in Schweden.

Torhüter Justin Pogge spielte in den vergangenen Jahren in Schweden.

Foto: Mikael Fritzon/Tt / picture alliance / TT NYHETSBYRÅN

Berlin. Dass die Eisbären Berlin in dieser Saison noch einen weiteren Torhüter verpflichten würden, hatte sich angebahnt. Zu sehr stand das Duo Sebastian Dahm/Maximilian Franzreb in der Kritik, zu schwankend waren die Leistungen. Dass die Berliner noch kurz vor dem Jahresende aktiv werden würden, kam dann schon wieder ein wenig überraschend. „Justin hatte eine Option, bis zum 28. Dezember aus seinem Vertrag auszusteigen“, sagt Sportdirektor Stéphane Richer.

Und nun ist Justin hier, in Berlin. Einen Tag vor Silvester gaben die Eisbären bekannt, dass der 33-jährige Kanadier Justin Pogge in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auflaufen und das EHC-Trikot tragen wird. „Er passt in unser Profil. Hat viel Erfahrung, auch in Europa“, sagt Richer. Zuletzt war der Goalie in Schweden aktiv, nach zuvor vier Jahren in der ersten in dieser Saison aber bisher in der zweiten Liga. Sonst stehen aber auch sieben Einsätze in der NHL in seiner Vita (Toronto), viele Spielzeiten in der AHL. Eine Saison verbrachte der Torhüter in der panrussischen KHL.

Zuletzt in der zweiten schwedischen Liga aktiv

Die Bilanzen lesen sich keineswegs herausragend, wohl eher stabil. Aber auch nicht wesentlich imposanter als die Statistiken von Dahm (32). „Er ist eine gute Verstärkung, wird sich schnell bei uns einleben und um die Position der Nummer 1 im Tor kämpfen“, so Richer. Vermutlich wird Pogge trotzdem eher gleich die Nummer eins sein, nachdem Dahm auch von Seiten der sportlichen Leitung schon Kritik hatte einstecken müssen. Frühestens am Freitag gegen München kann Pogge für die Berliner spielen.

Dann heißt es für Franzreb (23), dass er kaum mehr Einsätze in Berlin erhalten wird. Zu wenig hat er Trainer Serge Aubin bei seinen spärlichen Bewährungschancen in dieser Saison überzeugen können. Auch die Perspektive eines zurückkehrenden Marvin Cüpper (25) genügte den Eisbären nicht, verständlich nach fast eineinhalb Jahren mit Verletzungspausen. „Wir analysieren ständig unser Team und den Transfermarkt. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass wir auch auf der Torwartposition mehr Tiefe brauchen“, so Richer.

Pföderl eventuell gegen Augsburg schon wieder dabei

Pogge kommt nun vorerst bis Saisonende. Was danach passiert, wird sich stark an den Leistungen in den nächsten Monaten orientieren. Mit dem Kanadier stehen nun zehn Lizenzspieler im Kader, was bedeutet, dass ein Ausländer auf die Tribüne müsste, sollten alle fit sein. Derzeit fehlt allerdings Sean Backman noch auf nicht absehbare Zeit, so dass sich zunächst kein Problem ergibt.

Coach Aubin kann am Montagabend aber vielleicht doch auf einen weiteren Spieler zurückgreifen. Leonhard Pföderl trainierte bereits wieder und wirkte zuversichtlich bezüglich der letzen Partie des Jahres gegen Augsburg (19.30 Uhr, Mercedes-Benz Arena).

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