Eisbären Berlin

Großer Kampf der Eisbären, aber nur ein Punkt

Nach drei Siegen in Serie verlieren die Berliner 4:5 n.V. gegen Bremerhaven. Dabei holen sie ein 1:4 wieder auf.

Eisbären-Stürmer Austin Ortega (M.) nimmt es gleich mit zwei Gegenspielern auf.

Eisbären-Stürmer Austin Ortega (M.) nimmt es gleich mit zwei Gegenspielern auf.

Foto: Christian Thiel via www.imago-images.de / imago images/Christian Thiel

Berlin. Die Kulisse war weihnachtswürdig, obwohl das Fest nun schon wieder einen Tag zurücklag. Da den Eisbären Berlin aber kein Heimspiel am zweiten Feiertag vergönnt war, fand der Red Block Day eben gut 24 Stunden später statt. Die Mercedes-Benz Arena war gefüllt mit Fans, die sich rot gekleidet hatten. Doch zum festlichen Ambiente wollte das Resultat der Partie zwischen den Berlinern und den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven am Ende nur bedingt passen. Die Eisbären unterlagen nach Verlängerung, aber großem Kampf 4:5 (0:1, 1:3, 3:0, 0:1) vor 14.200 Zuschauer in der ausverkauften Halle.

Zwei Tage in Folge antreten zu müssen, ist selbst für die viele Spiele gewohnten Profis aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) etwas Ungewöhnliches. Schwierig wird es, wenn gerade in einer solchen Phase die personelle Ausstattung eher am unteren Limit liegt. Sieben Stammspieler hatten Trainer Serge Aubin am Donnerstag in Straubing gefehlt. Dennoch schlug sein Team den Tabellenzweiten mit 2:1 und feierte den dritten Sieg in Folge. Am Freitag nun empfing der Vierte den Fünften. Obwohl Aubin diesmal einen Spieler mehr zur Verfügung hatte, reichte es gegen die unbequemen Norddeutschen allerdings nicht.

Verteidiger Frank Hördler trifft doppelt

Im ersten Abschnitt hatten die Berliner die Partie kontrolliert. Sie gingen mutig nach vorn, doch kurz vor Drittelende fälschte Ross Mauermann einen Schuss zur etwas überraschenden Gäste-Führung ab (20.). Das schien den Eisbären, die in den jüngsten Partien viel Kraft gelassen hatten, auf einmal die Energie zu nehmen. Sie wirkten desorientiert, was Bremerhaven spürte und ausnutzte. Justin Feser (25.) und Alexander Friesen (27./PP, 32.) erhöhten auf 0:4.

Die Partie schien entschieden, doch nach dem Treffer in doppelter Überzahl durch Ryan McKiernan (34.) kam noch einmal Leben in das Spiel des EHC. Mit großer Willenskraft glichen die Eisbären im letzten Drittel binnen weniger Minuten aus, Frank Hördler (41./44.) und James Sheppard (45.) trafen. Die Berliner waren auf einmal wieder näher am Sieg. Doch in der Verlängerung traf nach 29 Sekunden Patrick Alber zum Erfolg der Gäste.