Eisbären Berlin

Zu viele Fehler: Eisbären Berlin verlieren gegen Wolfsburg

Die Eisbären Berlin unterliegen Wolfsburg mit 5:6 nach Penaltyschießen und kassieren damit die zweite Heimniederlage in dieser Saison.

Marcel Noebels (blaues Trikot) erzielt das 2:1 für die Eisbären Berlin im Spiel gegen Wolfsburg.

Marcel Noebels (blaues Trikot) erzielt das 2:1 für die Eisbären Berlin im Spiel gegen Wolfsburg.

Foto: Jan Huebner/Taeger via www.imago-images.de / imago images/Jan Huebner

Berlin. Beim Gang zur Halle hatte so mancher Eisbären-Fan am Sonntag vielleicht schon eine Vorahnung, dass die Partie gegen die Grizzlys Wolfsburg etwas anders laufen könnte als die vorherigen Heimspiele. Wegen des kürzlich aufgestellten Weihnachtsbaumes vor der Mercedes-Benz Arena gestaltete sich der Einlass am Sonntag etwas komplizierter als sonst, neue Wege waren gefragt. Auch auf dem Eis nahm die Begegnung anschließend einen ungewohnten Verlauf.

Eisbären Berlin kassieren die zweite Heimniederlage der Saison

Die Eisbären unterlagen den Wolfsburgern mit 5:6 nach Penaltyschießen (3:2, 2:2, 0:1, 0:1) und kassierten damit die zweite Heimniederlage in dieser Saison. „Wir waren mental nicht auf der Höhe. Es gab immer wieder gute Momente, aber wir waren nicht in der Lage, den Schwung mitzunehmen“, sagte Trainer Serge Aubin. Die Pfiffe des Publikums richteten sich nach Spielende trotzdem vor allem in Richtung der Schiedsrichter, die während des Shootouts einen vermeintlichen Treffer von Eisbär Marcel Noebels nicht gegeben hatten.

Stattdessen traf Garrett Festerling für die Grizzlys zum Sieg. Er hatte in der 7. Spielminute auch das muntere Scheibenschießen eröffnet. Doch die Gastgeber waren nur kurz geschockt. Frank Hördler (8.) erzielte umgehend den Ausgleich, der die Spielfreude bei den Eisbären zu wecken schien.

Berliner Abwehr lässt die nötige Konsequenz vermissen

Marcel Noebels (15.) ließ Wolfsburg Torhüter Chet Pickard aussteigen und traf zum 2:1. Der EHC agierte nun offensiver, aber die Grizzlys ließen nicht locker. Das Spiel wogte hin und her – Alexander Johansson (17.) und Nicholas Jones (26./27.) trafen für Wolfsburg, Landon Ferraro (20.) auf Berliner Seite. Die Abwehr der Eisbären ließ in dieser Phase häufiger die nötige Konsequenz vermissen. „Wir haben schlampig gespielt und in den ersten beiden Dritteln zu viele Fehler gemacht“, sagte Verteidiger Ryan McKiernan.

Die 12.601 Besucher in der Arena erlebten derweil weiter einen unterhaltsamen Nachmittag. Nach Noebels‘ zweitem Treffer (28.) sowie einem weiteren Tor durch Maxim Lapierre (33.) sah es so aus, als könnten die Eisbären trotz des insgesamt schwachen Auftritts als Sieger vom Eis gehen, doch Gerrit Fauser (51.) schoss die Gäste in die Verlängerung. „Wenn man zu Hause fünf Tore kassiert, muss man froh sein, wenn man am Ende überhaupt einen Punkt mitnimmt“, so EHC-Trainer Aubin.