Eishockey

Eisbären Berlin: Mit Spaß gegen die Auswärtsschwäche

In der Fremde tun sich die Eisbären Berlin bislang schwer. Gegen Krefeld soll sich das ändern – auch durch eine andere Einstellung.

Eisbären-Stürmer Leonhard Pföderl (r.) kehrt gegen Krefeld aufs Eis zurück.

Eisbären-Stürmer Leonhard Pföderl (r.) kehrt gegen Krefeld aufs Eis zurück.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Irgendjemand hatte in der Kabine die Musik angeschmissen. Die macht bekanntlich gute Laune und so nahmen die Eisbären das Training am Donnerstag mit einem Lächeln auf den Lippen in Angriff. „Es ist wichtig, dass man als Sportler auch Spaß hat. Die Jungs sind gerade in guter Verfassung“, sagte Trainer Serge Aubin mit einem breiten Grinsen.

Dagegen hatten die Gegner in Berlin zuletzt eher wenig zu lachen. Von bislang acht Heimspielen haben die Eisbären sieben gewonnen, auch am Sonntag (14 Uhr, Mercedes-Benz Arena) gegen die Grizzlys Wolfsburg sind sie wieder Favorit.

Stürmer Pföderl vor Comeback

Auf fremden Eis fehlt hingegen noch die Konstanz. Dort holten die Eisbären mit knapp 1,2 Punkten pro Spiel nur halb so viele Zähler wie zu Hause. „Die vergangenen Auswärtsspiele liefen nicht ganz so gut, aber wir haben darüber geredet, was wir dort besser machen müssen“, sagt Nationalspieler Jonas Müller.

Verteidigerkollege Frank Hördler erklärt: „Bei den Heimspielen sind wir selbstbewusster. Wir starten auswärts zwar genauso gut. Aber dann fangen wir uns oft ein Tor, bevor wir selbst eines schießen, und wollen es danach ein bisschen erzwingen. Da müssen wir einfach schlauer sein.“

Die nächste Gelegenheit, die Bilanz zu verbessern, bietet sich am Freitag (19.30 Uhr, live bei Magentasport) in Krefeld. Dort rückt auch Stürmer Leonhard Pföderl nach seiner Oberkörperverletzung wieder ins Aufgebot.

Coach Aubin warnt vor Krefelds Kontern

Die Pinguine sind aktuell lediglich Zwölfter und zudem das schwächste Heimteam der Liga. Für weitere Verunsicherung sorgt der Konflikt mit Hauptgesellschafter Mikhail Ponomarev – nach wie vor bangt der Verein um seine Existenz.

EHC-Coach Serge Aubin warnt jedoch davor, den Gegner zu unterschätzen. „Man darf sich von der Tabelle nicht täuschen lassen. Die Krefelder haben bewiesen, dass sie Tore schießen können. Sie sind eine Kontermannschaft, daher wird es auf ein gutes Puck-Management ankommen.“ Schließlich soll die gute Laune bei den Eisbären noch ein wenig länger andauern.

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