Eishockey

Eisbären wollen in Mannheim um jeden Zentimeter kämpfen

Die Eisbären Berlin treten an diesem Freitag beim Topteam in Mannheim an – und müssen konsequenter mit ihren Chancen umgehen.

Florian Kettemer (r.) sieht die Eisbären auf einem guten Weg.

Florian Kettemer (r.) sieht die Eisbären auf einem guten Weg.

Foto: Britta Pedersen / dpa

Berlin. Die Eisbären bekommen in diesen Tagen noch einmal vor Augen geführt, was in der verkorksten vergangenen Saison möglich gewesen wäre. Der Spielplan will es, dass die Berliner am Wochenende mit den Adler Mannheim und den Augsburger Panthern auf gleich zwei Vereine treffen, die in der Champions Hockey League (CHL) vertreten waren.

Zugleich sind beide Spiele aber auch ein Beweis dafür, wie schnelllebig das Geschäft sein kann. Die Augsburger sind aktuell nur Zwölfter, aber auch in Mannheim hängt trotz Platz drei der Haussegen schief angesichts von 20 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter München. Nach dem Aus im CHL-Achtelfinale in dieser Woche wirkt der amtierende deutsche Meister angeschlagen.

Bei den Eisbären hingegen ist die Stimmung nach dem jüngsten Sechs-Punkte-Wochenende blendend. „Wir sind auf einem guten Weg und kommen immer besser in Fahrt“, sagt Verteidiger Florian Kettemer. Beim letzten Auftritt in Mannheim verloren die Berliner noch mit 1:4, doch das sei lange her, meint EHC-Trainer Serge Aubin. „Inzwischen sind wir eine ganz andere Mannschaft“, sagt er. „Das Ziel ist deshalb klar: Wir wollen diese drei Punkte.“

Eisbären müssen auf treffsicheren Pföderl verzichten

Mit einem Sieg gegen die Adler am Freitag (19.30 Uhr, live bei Magentasport) könnten die Berliner ihrerseits auf Rang drei springen. Sie müssen dort allerdings auf den zuletzt so treffsicheren Leonhard Pföderl verzichten, der mit einer Oberkörperverletzung ausfällt. Nicht nur deshalb erwartet die Eisbären ein anderes Spiel als zuletzt gegen Iserlohn, als sie sich offensiv austoben durften und insgesamt 61 Schüsse auf den gegnerischen Kasten abfeuerten.

„Gegen Mannheim werden wir um jeden Zentimeter kämpfen müssen“, sagt Aubin. Nachdem die Chancenverwertung zuletzt noch Raum für Verbesserung bot, ließ er das Team am Donnerstag noch einmal das Powerplay üben. Der Coach weiß: Gegen den Erzrivalen werden die Gelegenheiten nicht so reichlich ausfallen und müssen deshalb umso konsequenter genutzt werden.