Eishockey

Eisbären feiern mit Glühwein und vier Toren

Weniger Mühe als erwartet hatten die Eisbären Berlin mit den Iserlohn Roosters. Sie gewannen 4:0.

Eisbär Mark Olver (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 mit Teamkollege Lukas Reichel.

Eisbär Mark Olver (l.) jubelt nach seinem Treffer zum 2:0 mit Teamkollege Lukas Reichel.

Foto: Andreas Gora / picture alliance/dpa

Berlin. Für die Anhänger der Eisbären war es ein rundum gelungener Sonntagnachmittag. Direkt an der Halle wurde mit einem Glühweinstand bereits die Vorweihnachtszeit eingeläutet, drinnen hatte sich derweil ein echtes Urgestein des Vereins angekündigt. 18 Jahre trug Jens Baxmann das EHC-Trikot, wurde in dieser Zeit sieben Mal Meister. Nun war er mit den Iserlohn Roosters zum ersten Mal als Gegner an seine einstige Wirkungsstätte gekommen. Zumindest er dürfte sich den Tag allerdings anders vorgestellt haben.

„Er ist ein toller Kerl, der alles für das Team getan hat“ wurde Baxmann im Stadionheft noch einmal von Sportdirektor Stéphane Richer gewürdigt. Im ersten Drittel lief ein Zusammenschnitt mit Baxmanns besten Szenen auf dem Videowürfel. Doch damit war es auch genug der kleinen Aufmerksamkeiten.

Eisbären siegen vor ausverkauftem Haus

Die Punkte wollten die Eisbären ihrem langjährigen Kollegen nicht überlassen. Die Gastgeber setzten sich vor 14.200 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena ungefährdet mit 4:0 (2:0, 1:0, 1:0) durch und feierten mit einem Sechs-Punkte-Wochenende einen perfekten Wiedereinstieg nach der Länderspielpause.„Wir haben heute mit viel Tempo gespielt. Das Umschaltspiel hat gut funktioniert und es ist schön zu sehen, dass auch das Powerplay getroffen hat. Insgesamt war das ein solider Auftritt“, lobte Berlins Trainer Serge Aubin. Torwart Sebastian Dahm meinte sogar: „Wir spielen krasses Eishockey.“

Von Anfang an ging die Mannschaft gegen den Tabellenzwölften konzentriert zur Sache. Bereits im ersten Drittel bogen die Eisbären nach einem Doppelschlag durch Leonhard Pföderl (13.) und Mark Olver (16.) auf die Siegerstraße ein. Für ersteren war es bereits der sechste Treffer aus den vergangenen fünf Spielen. Vor der Partie war zum zweiten Mal hintereinander Lukas Reichel als Spieler des Monats ausgezeichnet worden, doch für den November hat sich nun Pföderl nachhaltig ins Gespräch gebracht.

Genug Chancen für einen noch höheren Sieg

Das Schussverhältnis von 61 zu 18 verdeutlichte die Dominanz der Eisbären. In der 24. Spielminute erhöhte Louis-Marc Aubry auf 3:0. Es wäre wohl sogar noch ein deutlich höherer Erfolg drin gewesen, doch erneut gingen die Berliner zu leichtfertig mit ihren Chancen um – nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Gegen erschreckend schwache Gäste geriet der Sieg trotz längerer Unterzahl im Schlussdrittel jedoch nicht mehr in Gefahr. Vielmehr gelang James Sheppard (58.) kurz vor Schluss sogar noch ein weiterer Treffer, der einen Abpraller in bester Baseballmanier direkt aus der Luft verwertete. Torwart Dahm durfte sich gegen seinen Ex-Klub über sein erstes Spiel zu Null freuen und die Eisbären-Fans ließen den Tag bei einem Glühwein gemütlich ausklingen.