EISHOCKEY

EHC-Trainer Aubin: „Wir müssen die Besten schlagen“

EHC-Trainer Serge Aubin sieht Eishockey in Deutschland auf einem guten Weg und nimmt seine Mannschaft in der DEL in die Pflicht.

Chef beim EHC: Serge Aubin (3.v.l.), Trainer des EHC Eisbären.

Chef beim EHC: Serge Aubin (3.v.l.), Trainer des EHC Eisbären.

Foto: Foto: Gora / dpa

Berlin. Zwei prominente Gesichter fehlten am Dienstag beim Eisbären-Training. Die beiden Nationalspieler Jonas Müller und Marcel Noebels hatten nach dem Deutschland Cup noch frei, sie stoßen erst am Mittwoch wieder zum Team. EHC-Trainer Serge Aubin (44) ist trotzdem überzeugt, dass die Länderspielpause seine Mannschaft nicht aus dem Tritt bringt, sondern weiter vorangebracht hat.

Berliner Morgenpost: Die Eisbären hatten vor dem Deutschland Cup einen guten Lauf. Kam die Unterbrechung deshalb ungelegen?

Serge Aubin: Nein. Die Pause hat gut getan, um die Akkus aufzuladen, sowohl körperlich als auch mental. Ich sehe keinen Grund, weshalb wir dadurch ausgebremst werden sollten. Im Gegenteil: So können wir sogar noch einen Gang hochschalten.

Woran haben Sie mit der Mannschaft in der Länderspielpause vor allem gearbeitet?

Die ersten sechs Tage hatte die Mannschaft frei zu Erholung. Danach ging es zunächst darum, wieder in Wettkampfmodus zu kommen. In den nächsten Tagen werden wir uns noch den Special Teams und dem Fünf-gegen-Fünf widmen. Grundsätzlich wissen die Jungs inzwischen, wie wir spielen wollen. Wir müssen nur sicherzugehen, dass unsere Einstellung da ist, wo sie sein soll.

Aus Berliner Sicht weilten Jonas Müller und Marcel Noebels beim Nationalteam. Wie bewerten Sie ihren Auftritt beim Deutschland Cup?

Ich war persönlich vor Ort und habe mir die Spiele angeschaut. Jonas und Marcel haben mir beide gut gefallen. Man hat gesehen, dass sie momentan mit viel Selbstvertrauen spielen. Mit dieser Einstellung brauchen wir sie auch zurück. Am Mittwoch werden sie wieder mittrainieren.

Die Gastgeber beendeten das Vier-Nationen-Turnier auf Platz zwei und verpassten mit einer jungen Mannschaft nur knapp den Sieg. Was sagt das über das deutsche Eishockey aus?

Da gab es in den vergangenen Jahren eine gute Entwicklung. Die DEL ist eine starke Liga mit vielen guten Spielern. Nicht zu Unrecht sind in der Champions League immer noch drei deutsche Mannschaften im Wettbewerb. Wir beobachten auch, dass immer mehr junge Spieler nach oben drängen. Das ist schön zu sehen.

Am Freitag (19.30 Uhr, Magentasport) reist Ihre Mannschaft als Sechster zum Tabellenfünften nach Bremerhaven. Bislang haben die Eisbären erst ein Spiel gegen Teams aus der aktuellen Top 5 gewonnen. Wie wichtig ist es, gleich ein Statement zu setzen?

Wenn wir zu den Top 4 gehören wollen, müssen wir die Besten schlagen. Wir haben einige Spiele verloren, in denen wir den Sieg verdient gehabt hätten. Wir müssen lernen, solche Spiele zu gewinnen – das ist es, was gute Teams ausmacht. Gegen Bremerhaven haben wir die nächste Gelegenheit. Als wir am zweiten Spieltag zuletzt dort angetreten sind, war ich nicht zufrieden mit dem Spiel (Berlin verlor mit 0:5, Anmerkung der Redaktion). Aber jetzt sind wir ein anderes Team. Ich habe volles Vertrauen in meine Spieler.