Eisbären Berlin

Eisbären sollen den Tank leer machen

Zwei Spiele müssen die Eisbären vor der Pause noch absolvieren, zweimal auswärts antreten. Dann gibt es fast eine Woche frei.

Sebastian Dahm wird in Nürnberg erneut im Eisbären-Tor starten.

Sebastian Dahm wird in Nürnberg erneut im Eisbären-Tor starten.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Die nächste Reise ist wieder etwas länger als gewöhnlich. Vor der ersten Länderspielpause in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) müssen die Eisbären Berlin am Donnerstag in Nürnberg (19.30 Uhr) und am Sonntag in Straubing antreten (16.30 Uhr/jeweils Magentasport). Die Rückfahrt zwischendrin lohnt sich nicht. „Das ist für mich schon eine coole Sache, dass wir ausgerechnet jetzt in Nürnberg zwei oder drei Tage bleiben. Es wird bestimmt ein interessantes Spiel, die Tage danach kann ich sicher genießen mit ein paar alten Bekannten“, sagt Leonhard Pföderl.

Der Stürmer kam im Sommer aus Nürnberg nach Berlin, kehrt nun erstmals zurück nach Franken. Aufgeregt? „Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Bestimmt wird es auch ein bisschen emotional, aber ein unglaublich emotionaler Typ bin jetzt nun wieder nicht“, so der Angreifer, der erst vor knapp zwei Wochen daheim mit den Eisbären gegen Nürnberg gespielt und 6:2 gewonnen hat. Damals sagte Pföderl, dass er es sich schlimmer vorgestellt hatte, gegen den alten Klub anzutreten.

Zuletzt im März 2016 drei Punkte in Nürnberg geholt

Der Stürmer war ein Grund, warum die Berliner in Punktspielen bei den Franken jüngst nie große Freude hatten. Im März 2016 gelang dort der letzte Sieg mit drei Zählern. Um so mehr gilt also der Ansatz von Trainer Serge Aubin: „Wir wollen unsere Bilanz auswärts verbessern, das ist eine große Herausforderung für uns.“ Da alle Spieler gut drauf seien und die Mannschaft zuletzt gegen München (3:5) noch einmal ein paar interessante Lehren mit auf den Weg bekam, wirkt Aubin zuversichtlich. „Es wird ein schweres Spiel, aber wenn wir unser Potenzial abrufen, wird alles gut“, so der Trainer.

Im Tor wird Aubin erneut mit Sebastian Dahm starten, obwohl Backup Maximilian Franzreb in 14 Partien erst einen Einsatz von Beginn an hatte. „Wir spielen nicht sehr viel im Moment, Dahm ist daher nicht müde“, so der Trainer, der dem Team nach der Partie in Straubing sechs freie Tage gönnt: „Bevor die Spieler in die Pause gehen, sollen sie aber den Tank leer machen.“ Zweimal Vollgas will der Coach also sehen, damit sich nicht nur die Auswärtsbilanz weiter verbessert, sondern es in der Tabelle von Platz sechs auch noch möglichst nach oben geht.