Eisbären Berlin

Eisbär Pföderl: „Ich bin kein unglaublich emotionaler Typ“

Endlich wieder getroffen zu haben, freut den Eisbären-Stürmer, der nun erstmals in seine alte Heimat Nürnberg zurückkehrt, trotzdem.

Ungewöhnlicher Treffer: Leonhard Pföderl freut sich im Sitzen über sein Tor gegen München.

Ungewöhnlicher Treffer: Leonhard Pföderl freut sich im Sitzen über sein Tor gegen München.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Das vergangene Wochenende brachte den Eisbären Berlin die erste Heimniederlage in dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Gegen Spitzenreiter München setzte es nach fünf Siegen in fünf Partien in der Mercedes-Benz Arena ein 3:5. Zwei Tage vorher wurde dafür in Ingolstadt die Auswärtsbilanz aufgebessert mit einem 4:1. Stürmer Leonhard Pföderl (26) blickt für uns noch einmal zurück auf die beiden Spieltage und auf seinen ersten Treffer nach längerer Zeit.

Berliner Morgenpost: Herr Pföderl, ein starkes Auswärtsspiel mit drei Punkten, ein weitgehend starkes Heimspiel ohne Punkte – wie fällt Ihr Fazit des Wochenendes aus?

Leonhard Pföderl: Ein bisschen enttäuschend. Dass man nach einem soliden Auswärtssieg und einem sehr guten Heimspiel nur drei Punkte hat, ist schon ein bisschen schade und auch unnötig. München war aber auch sehr clever, daraus kann man lernen. Das ist einfach deren Klasse, das fehlt bei uns noch ein wenig. Aber das Spiel war wirklich gut, wir müssen einfach die Lehren daraus ziehen und schauen, dass wir solche Spiele cleverer gestalten, in denen man 2:0 vorn ist.

Irgendwie scheint diese Niederlage ärgerlicher als andere zu sein. Weil das Team sich nicht belohnt hat oder weil es gegen München war?

Es ärgert einfach, dass es nicht für Punkte gereicht hat trotz des sehr guten Spiels.

Gegen München gelang Ihnen ein Tor und eine Vorlage. Der Treffer fiel mehr im Fallen, wie haben Sie das selbst erlebt?

Wir hatten einen recht guten, druckvollen Einsatz. Erst hat sich PC Labrie gut durchgesetzt, dann der Mark Olver. Dann habe ich am langen Eck gestanden. Einfach mal richtig gestanden.

Es war der zweite Saisontreffer für Sie. Wie wichtig war es, endlich mal wieder in der Torschützenliste aufzutauchen?

Für mich als eigentlichen Torjäger sind Tore immer wichtig, ich bin froh, dass es mal wieder geklappt hat. Aber die Spiele davor haben wir ohne mein Tor gewonnen, das ist dann doch immer noch ein bisschen schöner.

Nürnberg, Ingolstadt und München liegen hinter Ihnen, Nürnberg und Straubing vor Ihnen – bayerische Wochen also bei den Eisbären. Wie gefällt Ihnen das, gerade mit dem längeren Aufenthalt in Bayern in den nächsten Tagen?

Das ist für mich schon eine coole Sache, dass wir ausgerechnet jetzt in Nürnberg zwei oder drei Tage bleiben. Es wird bestimmt ein interessantes Spiel, die Tage danach kann ich sicher genießen mit ein paar alten Bekannten. Schau’ mer mal. Das wird ein guter Ausflug, ich freue mich auf alle Fälle. Aber richtig gut wird er erst, wenn wir am Donnerstag schon mal die ersten drei Punkte holen.

Sie kamen im Sommer aus Nürnberg nach Berlin. Einmal haben Sie bereits in Berlin gegen ihren langjährigen Klub gespielt, jetzt folgt die erstmalige Rückkehr nach Franken. Wie emotional stellen Sie sich das vor?

Darüber habe ich mir noch gar keine Gedanken gemacht. Bestimmt wird es auch ein bisschen emotional, aber ein unglaublich emotionaler Typ bin jetzt nun wieder nicht. Ich habe ein gutes Gefühl und freue mich auch auf die Nürnberger Fans.