Eisbären Berlin

Eisbären-Kapitän Rankel: Unser Training wird sich auszahlen

Wegen der guten personellen Situation können die Eisbären viel besser arbeiten. Für den Kapitän ein wichtiger Unterschied zum Vorjahr.

André Rankel (M.) vor dem Tor der Nürnberg Ice Tigers.

André Rankel (M.) vor dem Tor der Nürnberg Ice Tigers.

Foto: nordphoto / Engler / picture alliance / nordphoto

Berlin. Nach zwei Wochenenden mit jeweils sechs Punkten mussten sich die Eisbären Berlin zuletzt mit einem Sieg zufrieden geben. Auswärts sprach Trainer Serge Aubin sogar von einem „Totalausfall“ seines Teams beim 0:4 in Düsseldorf. Zwei Tage später erlebten die Fans in der Mercedes-Benz Arena den fünften Erfolg im fünften Heimspiel dieser Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Mit 6:2 wurde Nürnberg bezwungen. Kapitän André Rankel (34) erzählt diesmal nach dem trainingsfreien Montag, was er rückblickend denkt.

Berliner Morgenpost: Herr Rankel, wie bewerten Sie das Wochenende insgesamt?

André Rankel: Am Freitag wollten wir mehr, haben aber schon schlecht angefangen. Wichtig ist, dass du ein Zeichen setzt im nächsten Spiel, dass wir zeigen, dass wir verstanden haben, was wir falsch gemacht haben. Das hat gut geklappt. Von daher würde ich das Wochenende eher positiv als negativ sehen.

Schön ist vor allem die neue Heimstärke der Eisbären. Woher kommt sie?

Wir haben das angesprochen, dass wir in der letzten Saison zu viele Punkte zu Hause haben liegen lassen. Dass es zu einfach war, uns zu besiegen. Darauf haben wir ein Augenmerk gelegt, definitiv. Wir fühlen uns wieder wohl zu Hause, was immer auch an der Untersützung der Fans liegt.

Und was macht es auswärts so schwer?

Es gibt eigentlich keinen Grund dafür. Im Moment ist es eher Kopfsache. Die Liga ist so ausgeglichen, dass jeder kleine Vorteil für einen Sieg ausschlaggebend sein kann, wie eben das Heimrecht. Wir sind aber gut genug, um auch auswärts zu gewinnen.

Wie gut tut es nach einer Saison wie der vergangenen, in der ständig viele Leute verletzt fehlten, jetzt in einer personell sehr komfortablen Situation zu sein?

Das ist ein Vorteil. Du kannst ganz anders trainieren dadurch, andere Übungen machen, viel intensiver arbeiten. Wir können uns wirklich einspielen, das macht einen großen Unterschied. Alle Spieler geben unheimlich viel Gas, keiner möchte noch so eine Saison spielen wie im letzten Jahr. Es ist unheimlich viel Zug im Training.

Wie wichtig wäre es denn jetzt, den Sprung unter die besten vier Teams der Tabelle zu schaffen?

Wir wollen langfristig da oben hin, keine Frage. Aber was ich viel wichtiger finde, sind die Schritte, die wir im Training nach vorn machen. Wenn wir die konstant weitermachen, werden wir irgendwann automatisch dabei sein, ohne dass wir jeden Tag darauf schauen müssen. Wir wollen Schritt für Schritt vorankommen, das machen wir momentan. Das wird sich irgendwann auszahlen.