Eishockey

Eisbären mit verrücktem Schlussspurt zum nächsten Heimsieg

Die Eisbären setzen sich 6:2 gegen die Nürnberg Ice Tigers durch. Kurz vor dem Ende treffen die Berliner dreimal binnen 59 Sekunden.

Louis-Marc Aubry (M.) bejubelt mit den Kollegen die Führung gegen Nürnberg.

Louis-Marc Aubry (M.) bejubelt mit den Kollegen die Führung gegen Nürnberg.

Foto: Mario Stiehl via www.imago-images.de / imago images/Mario Stiehl

Berlin. Es ist gut, wenn es Konstanten gibt im Leben. Dinge, an denen man sich festhalten kann. Da macht es nicht mehr ganz so viel aus, wenn man gerade auswärts verloren hat und das nächste Heimspiel vor sich weiß. Zu Hause nämlich, in der Mercedes-Benz Arena, da sind die Eisbären Berlin eine Klasse für sich.

Im fünften Heimspiel dieser Saison in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eroberten die Berliner am Sonntagabend gegen die Nürnberg Ice Tigers den fünften Sieg. Vor 10.720 Zuschauern bezwangen sie die Franken mit 6:2 (1:1, 1:0, 4:1) und rückten dank eines furiosen Schlussspurts in der Tabelle vor die Franken auf Platz sechs.

Nach dem 0:4 am Freitag in Düsseldorf setzte Trainer Serge Aubin seine Mannschaft diesmal etwas anders zusammen. Florian Kettemer rotierte wieder hinein, dafür musste Abwehrkollege Constantin Braun auf die Tribüne. In allen vier Sturmreihen nahm der Coach mindestens eine Umbesetzung vor. Derart aufgestellt dauerte es ein wenig, bis die Berliner ihren Spielfluss fanden. Neu-Stürmer Landon Ferraro tat sich dabei in seinem zweiten Einsatz etwas hervor und leitete das 1:0 durch Louis-Marc Aubry ein (10.).

Erste Treffer von Neuling Ferraro

Die Führung gab zunächst Rückenwind, die Berliner erarbeiteten sich gute Chancen. Ein Fehler im eigenen Drittel führte jedoch zum Ausgleich durch Kevin Schulze (20.). „Wir waren einen Moment unaufmerksam, das hat Nürnberg bestraft“, sagte Stürmer Marcel Noebels. Allerdings scheint sich Zugang Ferraro mit den neuen Kollegen sehr wohl zu fühlen. Auf Knien traf er im Nachsetzen zum 2:1 (23.), der zweite Treffer seiner neuen Reihe mit Aubry und Kapitän André Rankel.

Zwar waren die Eisbären spielbestimmend und setzten die Franken mit ihrem frühen Forechecking immer wieder unter Druck. Doch die Ungenauigkeiten der Berliner bei den Abspielen in der Offensive waren ein wenig zu hoch, um mehr Treffer zu erzwingen. Die Eisbären agierten nicht direkt genug in Richtung des Tores. So blieb die Partie eng, obwohl Nürnberg nur sporadisch ein paar Entlastungsangriffe fuhr. Ex-Eisbär Daniel Fischbuch, der überraschend als Topscorer der Gäste nach Berlin zurückkehrte, blieb dabei unauffällig.

Dafür ermöglichte seine Strafzeit das 3:1 des EHC durch John Ramage in doppelter Überzahl (42.). Der erste Treffer des Kanadiers für die Berliner half, deren nächsten Heimerfolg zu sichern. Wobei die Schlussphase noch einmal hektisch wurde. Schulze traf zum Anschluss (54.), Aubry ins leere Tor (59.). Binnen 59 Sekunden folgten dann sogar noch Tore von Mark Olver (60.) sowie erneut Ferraro (60.) und sorgten für einen feurigen Abschluss des Tages.

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