Eisbären Berlin

Eisbären-Profi Hördler: „Wir vertrauen uns, das ist wichtig“

Nach dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende der Saison wächst bei den Eisbären die Zuversicht. Auch die, dass nun eine kleine Serie folgt.

Verteidiger Frank Hördler ist optimistisch nach den sechs Punkten vom Wochenende.

Verteidiger Frank Hördler ist optimistisch nach den sechs Punkten vom Wochenende.

Foto: EIBNER/Uwe Koch / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Das erste Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) haben die Eisbären Berlin hinter sich, zumindest das erste mit vollen sechs Punkten. Zunächst wurde Augsburg 2:1 niedergerungen, was zudem der erste Auswärtserfolg der noch jungen Saison war. Dann schlug der EHC daheim Straubing mit 5:2 und war damit auch im dritten Heimspiel siegreich. In unserer neuen Rubrik wollen wir künftig das Berliner Wochenende in einem kurzen Interview noch einmal Revue passieren lassen. Diesmal erzählt Verteidiger Frank Hördler, was ihn bewegt hat.

Berliner Morgenpost: Sie sehen sehr angestrengt aus, Herr Hördler Der Dienstag begann mit fast einer Stunde Konditionstraining. Immerhin wurde das meiste davon in Spielform gestaltet, hat’s Spaß gemacht?

Frank Hördler: Das war eine harte Einheit. Aber wenn man die ganze Zeit Drei gegen Drei oder Vier gegen Vier spielt, fällt das Laufen etwas leichter. Wenn man sechs Punkte holt am Wochenende, kann man schon ein bisschen Spaß einbauen.

Sind Sie erleichtert, dass jetzt ein so erfolgreiches Wochenende hinter dem Team liegt?

Das macht es für uns als Team natürlich einfacher. Es ist ein bisschen mehr Leichtigkeit da. Was richtig wichtig war, war der erste Auswärtssieg. Endlich haben wir auswärts mal Punkte geholt. Ich weiß nicht, ob der Knoten jetzt geplatzt ist, aber wir haben gerade relativ viele Auswärtsspiele. Da ist es für die nächsten Spiele schon hilfreich, jetzt mal gewonnen zu haben. Damit wir sehen, da geht immer was.

Was war denn in den ersten Wochen das Schwierige aus Ihrer Sicht?

Wir haben meist gut gespielt, aber trotzdem verloren. Das war nicht so einfach zu verstehen. Wir haben alles reingeschmissen, waren aber ein bisschen unglücklich etwa mit manchen Strafen. Wir haben uns teilweise selbst ins Bein geschossen. Aber in Augsburg sind wir gut zurückgekommen, was dort nun wirklich nicht einfach ist. Alle haben sich dort zusammengerissen.

Hat das Team am Wochenende noch einmal irgendetwas verändert?

Wir brauchen eigentlich gar nichts anders zu machen. Das hört sich vielleicht doof an, weil wir davor nicht so viel gewonnen haben. Aber die Sachen, die wir machen wollen, die sind gut. Wir spielen auch nicht schlecht, das Problem sind manchmal nur die Kleinigkeiten wie eine Strafe in der falschen Situation oder ein Puck, den wir vor dem Tor nicht richtig wegbekommen. Diese Dinge müssen wir ja nur abstellen. Das gelang in Augsburg schon besser und gegen Straubing relativ gut.

Als Verteidiger müssen Sie mit der Abwehrleistung der Eisbären insgesamt zufrieden sein. Nur zwei Teams in der DEL haben weniger Gegentore kassiert.

Wir vertrauen uns gegenseitig. Das ist ein wichtiger Punkt, den du dir über die Spiele erarbeiten musst. Wir stehen ziemlich eng zusammen, das gibt ein wohliges Gefühl auf dem Eis. Ein sicheres Gefühl. Ich habe immer meinen Partner an meiner Seite. Mir macht es Spaß, so zu spielen. Aber in Unterzahl und auch nach vorn können wir noch ein bisschen besser werden.

Nach zehn Spielen heißt es, sortiert sich die Liga und man kann sehen, wo es hingeht in der Saison. Was sehen Sie vor dem neunten Spiel am Freitag gegen Krefeld?

Ich denke, das kann man allgemein noch nicht sagen. Mit der Mannschaft, mit dem Trainerstab und mit der Art und Weise, wie wir spielen, werden wir aber oben mit dabei sein zum Schluss. Das denke ich.

Das klingt, als wäre jetzt eine Serie geplant bei den Eisbären.

Ich hoffe, dass wir nachsetzen können. Das Zeug dazu haben wir.