Eishockey

Eisbären-Torwart Dahm warnt vor der Hölle von Iserlohn

Der Goalie der Berliner spielte zwei Jahre am Seilersee. Deshalb weiß er sehr gut, was auf die Eisbären zukommt am Mittwochabend.

Eisbären-Torhüter Sebastian Dahm zeigte sich gegen Chicago in starker Form.

Eisbären-Torhüter Sebastian Dahm zeigte sich gegen Chicago in starker Form.

Foto: EIBNER/Uwe Koch / picture alliance / Eibner-Pressefoto

Berlin. Die Reise nach Iserlohn hat für Sebastian Dahm durchaus eine emotionale Komponente. „Iserlohn wird immer im Herzen meiner Familie sein, weil meine Tochter dort geboren ist“, sagt der Torhüter der Eisbären Berlin. Zwei Jahre verbrachte der Däne bei den Sauerländern, bevor er im Sommer nach Berlin wechselte. Nun sieht der Spielplan der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erstmals eine Partie des neuen beim alten Arbeitgeber vor, Mittwochabend treten die Eisbären am Seilersee an.

„Hoffentlich wird es eine freundliche Begrüßung, ich habe so viele gute Erinnerungen an die Zeit dort und viele Freunde gefunden“, sagt Torhüter Dahm, der in Iserlohn im Tor der Eisbären starten wird. Natürlich weiß der 32-Jährige besonders gut, was auf den EHC zukommt. „Es ist immer schwer dort für die Auswärtsmannschaft. Den Druck, den die Fans dort machen, den hast du nicht oft. Das wird manchmal die Hölle“, so Dahm.

Ex-Eisbär Baxmann erstmals ein Gegner

Trotzdem brauchen die auswärts bislang punktlosen Berliner dringend Zählbares. „Wir müssen auf dem Eis unsere taktischen Details besser machen als zuletzt. Wir müssen auf dem Chicago-Spiel aufbauen“, sagt Dahm, der im Test am Sonntag gegen das NHL-Team der Blackhawks (1:3) eine gute Figur machte und von Trainer Serge Aubin sehr gelobt worden ist. „Es war schön, Sebastian so spielen zu sehen. Er hat den Puck immer im Auge gehabt und das Spiel immer gut beobachtet“, befand der Trainer, dessen Team nach schwachem Start gerade nur Vorletzter ist in der DEL.

Für die Partie bei den Roosters hat er klare Vorstellungen. „Wir müssen jetzt auch mal auswärts punkten. Das fängt damit an, diszipliniert zu spielen und Strafzeiten zu vermeiden, denn Fünf gegen Fünf kassieren wir nicht wirklich viele Tore. Wenn wir das in den Griff bekommen, werden wir punkten“, so Aubin, der auf die angeschlagenen Florian Busch und Constantin Braun verzichten muss. Kapitän André Rankel kann wohl nach seinem Ausfall gegen Chicago wieder dabei sein.

Und damit auch einem alten Bekannten gegenüberstehen. Der langjährige Eisbären-Verteidiger Jens Baxmann (34) wechselte im Sommer nach Iserlohn und wird nun erstmals nach 860 Spielen im EHC-Trikot gegen die Berliner antreten.

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